Stapler-Unterweisung (Theorieteil)
Flurförderzeuge nach DGUV Vorschrift 68: Fahrerpflichten, tägliche Einsatzprüfung, Standsicherheit, sicheres Fahren, Stapeln, Laden — ergänzt die betriebliche Unterweisung, ersetzt sie nicht. Kostenlos, mit Teilnahmebestätigung und Unterweisungsnachweis
- 50–70 Min.
- 12 Module
- Zertifikat kostenlos
- ohne Konto
- Stand November 2026
5,0 · über 100 Google-Bewertungen für QM-Dienstleistungen Holger Grosser
👥 Zielgruppe: Fahrer von Flurförderzeugen mit Fahrersitz oder Fahrerstand, die einen Fahrausweis besitzen und schriftlich beauftragt sind, Vorgesetzte, Sicherheitsbeauftragte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit, die die jährliche Unterweisung durchführen und nachweisen müssen
Welche Pflicht bzw. Normanforderung erfüllt diese Schulung?
Über diese Schulung
Staplerunfälle sind selten, aber schwer – und sie treffen die erfahrenen Fahrer: Routine, Zeitdruck, „schnell mal“. Deshalb verlangt § 4 DGUV Vorschrift 1 die Unterweisung mindestens einmal jährlich, und ohne gültige Unterweisung darf niemand fahren, auch mit Fahrausweis nicht. Dieser Kurs ist der Theorieteil dieser jährlichen Unterweisung für Fahrer von Flurförderzeugen mit Fahrersitz oder Fahrerstand: Rechtsgrundlagen und Fahrerpflichten, die tägliche Einsatzprüfung in zwölf Punkten, Standsicherheit mit Stabilitätsdreieck und Tragfähigkeitsschild, sicheres Fahren, Lasten aufnehmen und stapeln, Verlassen, Abstellen, Laden von Elektro- und Gasstaplern und fünf echte Unfallmuster mit ihren Regeln.
Die Verständnisprüfung verlangt 100 % – jede Frage muss richtig sein, falsche Antworten werden erklärt und dürfen wiederholt werden. Danach drucken Sie den Unterweisungsnachweis aus und besprechen mit Ihrem Vorgesetzten den betrieblichen Teil: Betriebsanweisung, Verkehrswege, Gefahrenstellen, Einsatzprüfung am eigenen Gerät. Erst beides zusammen, mit zwei Unterschriften, ist die Unterweisung. 12 Module, 24 Fragen, Teilnahmebestätigung mit prüfbarer Nummer.
Wichtig: Dieser Kurs ergänzt die betriebliche Unterweisung. Er ersetzt nicht die arbeitsplatzbezogene Unterweisung, die Betriebsanweisung Ihres Staplers und das Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten.
Was dieser Kurs leistet — und was nicht: Der Kurs ist der Theorieteil der jährlichen Unterweisung nach § 12 ArbSchG und § 4 DGUV Vorschrift 1 für Fahrer von Flurförderzeugen, die einen Fahrausweis nach DGUV Grundsatz 308-001 besitzen und schriftlich beauftragt sind. Er ersetzt nicht die arbeitsplatzbezogene Unterweisung: Betriebsanweisung des eigenen Staplers, Verkehrswege und Gefahrenstellen im Betrieb, Einsatzprüfung am eigenen Gerät und das Gespräch mit dem Vorgesetzten gehören dazu und werden mit Unterschrift auf dem Unterweisungsnachweis dokumentiert (DGUV Regel 100-001, Ziffer 2.3.1). Er ist keine Ausbildung zum Fahrausweis (Stufen 1–3 nach DGUV Grundsatz 308-001), behandelt keine geländegängigen Teleskopstapler (DGUV Grundsatz 308-009) und keine Krane oder Hubarbeitsbühnen. Er ersetzt keine Gefährdungsbeurteilung.
Inhalte im Überblick
- Worum es geht und was dieser Kurs nicht istAbgrenzung: Theorieteil der jährlichen Unterweisung für Fahrer von Flurförderzeugen mit Fahrausweis; keine Ausbildung zum Fahrausweis (DGUV Grundsatz 308-001), keine Teleskopstapler, kein Ersatz für Betriebsanweisung, betriebliche Gefahren und Gespräch mit dem Vorgesetzten
- Warum jedes Jahr?Staplerunfälle: selten, aber schwer (Umkippen, Anfahren von Personen, abstürzende Lasten), meist bei erfahrenen Fahrern durch Routine und Zeitdruck; § 4 DGUV Vorschrift 1 mindestens einmal jährlich, § 12 ArbSchG vor Aufnahme und bei Veränderungen; ohne gültige Unterweisung kein Fahren, auch mit Fahrausweis nicht
- Rechtsgrundlagen und Ihre Pflichten als FahrerWer darf fahren (§ 7 DGUV Vorschrift 68: 18 Jahre, geeignet, Fahrausweis nach DGUV Grundsatz 308-001, schriftliche Beauftragung für bestimmte Geräte; Mitgänger-Geräte ohne Fahrausweis, aber mit Unterweisung); Pflichten des Fahrers (Beauftragung, Einsatzprüfung, Mängel melden, Betriebsanweisung, keine Personen, kein Alkohol, Gurt, Unfälle melden); Pflichten des Unternehmers (§ 37 DGUV Vorschrift 68 UVV-Prüfung, Plakette)
- Die tägliche EinsatzprüfungEinsatzprüfung vor Schichtbeginn (3–5 Minuten, dokumentiert): Rundgang (Reifen, Gabelzinken mit max. 10 % Verschleiß und Zinkensicherung, Hubgerüst und Ketten, Schutzdach, Hydraulik, Batterie/Kraftstoff, Tragfähigkeitsschild, Prüfplakette), Funktionsprüfung im Stand (Sitz, Gurt, Bremsen, Lenkung, Hubeinrichtung, Hupe, Licht, Not-Aus); Regel: sicherheitsrelevanter Mangel = stillsetzen, Schlüssel abziehen, melden
- Standsicherheit: Stabilitätsdreieck und LastschwerpunktStabilitätsdreieck (zwei Vorderräder, Mitte der Pendelachse); was den Schwerpunkt nach außen schiebt (schwere Last, Last weit vorn, hoch angehoben, Mast vorgeneigt, Kurve, quer zum Gefälle, Bremsen mit Last); Tragfähigkeitsschild: Nenntragfähigkeit nur beim Nenn-Lastschwerpunkt (meist 500 mm), Anbaugeräte senken die zulässige Last; Grundregeln: Last am Gabelrücken, bodennah 15–20 cm, Mast nach hinten, Gewicht nie schätzen
- Sicher fahrenGeschwindigkeit (Schrittgeschwindigkeit bei Personenverkehr, anhalten innerhalb der übersehbaren Strecke, an Toren und Kreuzungen langsam und hupen), Sicht (rückwärts oder Einweiser, beim Rückwärtsfahren umschauen), Gefälle (Last bergseitig: bergauf vorwärts, bergab rückwärts, nie quer, nie auf der Rampe wenden), Kurven (Heck schwenkt aus), Verkehrswege und Fußgängervorrang, Fahrerplatz, leise Elektrostapler, StVO am Hoftor; Unfallschwerpunkte Anfahren und Kippen
- Lasten aufnehmen, stapeln, absetzenAufnehmen (Gabel auf Palettenbreite, waagerecht, gerade anfahren, Zinken ganz einschieben, 10–20 cm heben, Mast nach hinten, rückwärts frei fahren), Stapeln im Regal (vor dem Regal anhalten, Mast senkrecht heben, einfahren, absetzen, rückwärts frei fahren, dann absenken; nie mit angehobener Last fahren), Freistapeln, Regaltraglast, beschädigte Paletten, nie unter der Last, Anbaugeräte nur mit Freigabe und Zusatzschild, Personen nur mit zugelassener Arbeitsbühne
- Verlassen, Abstellen, Störungen, UmkippenVerlassen: Gabel absenken, Mast senkrecht, Feststellbremse, neutral, Motor aus, Schlüssel abziehen (steckender Schlüssel = häufige Auditfeststellung); Abstellen nicht in Fluchtwegen, vor Notausgängen, Feuerlöschern, Elektroverteilungen, nicht am Gefälle ohne Keil; Umkippen: nicht abspringen, sitzen bleiben, festhalten, weg von der Kipprichtung; Störungen: sichern, melden, keine eigenen Reparaturen; nach Unfall Erste Hilfe, melden, prüfen lassen
- Laden von Elektrostaplern, Flaschenwechsel bei GasstaplernLaden nur in gekennzeichneten Ladebereichen: Belüftung, kein offenes Feuer, keine Funken (Wasserstoff bei Blei-Säure-Batterien), Stecker nur stromlos ziehen, Schutzbrille und Handschuhe, Säure mit Wasser spülen; Lithium-Ionen nach Herstellerangabe, keine beschädigten Batterien laden; Gasstapler: Flaschenwechsel nur eingewiesen, im Freien oder belüftet, Ventil schließen, Dichtheit prüfen, nicht in Kellern und Gruben
- Typische Unfälle und was daraus folgtPraxisfälle aus der Unfallstatistik: Fußgänger am Hallentor rückwärts angefahren, Kippen in der Kurve mit angehobener Last und Absprung, Palette aus 4 m Regalhöhe, Hand im Hubgerüst beim Entstören, Kollege auf den Zinken – jeweils Ursache und Regel; gemeinsamer Nenner Routine, Zeitdruck, „schnell mal“
- Im eigenen Betrieb: Geräte, Wege, Betriebsanweisung, AnsprechpartnerVerfahren im eigenen Haus: Flurförderzeuge und Beauftragungsliste, Verkehrswege, Einbahnregelungen, Geschwindigkeiten, Fußgängerzonen, Gefahrenstellen (Tore, Rampen, Regalgassen, Außengelände), Betriebsanweisung Flurförderzeuge, Ladebereich/Tankstelle/Flaschenlager, Checkliste Einsatzprüfung und Meldeweg, Erste Hilfe und Sammelplatz, Ansprechpartner – vom Betrieb zu ergänzen; die arbeitsplatzbezogene Unterweisung wird durch diesen Kurs nicht ersetzt
- So wird aus dem Kurs eine gültige UnterweisungVier Schritte: Theorieteil mit 100 % bestehen und Teilnahmebestätigung erhalten, Unterweisungsnachweis ausdrucken, Gespräch mit dem Vorgesetzten (Betriebsanweisung, betriebliche Punkte, empfohlene praktische Beobachtung), beide unterschreiben; Ablage beim Arbeitgeber, Unterweisungsmatrix, nächster Termin in 12 Monaten; Felder des Unterweisungsnachweises
Ihr Zertifikat – und wie jeder die Echtheit prüft
- Test bestehen (alle Fragen richtig – beliebig viele Versuche) – das Zertifikat kommt sofort als PDF per E-Mail, kostenlos.
- Nummer und QR-Code stehen auf jedem Zertifikat.
- Echtheit prüfen: Auditor, Kunde oder Arbeitgeber scannt den QR-Code oder gibt die Nummer ein und sieht sofort Name, Kurs, Ergebnis und „gültig bis“. Die E-Mail-Adresse wird nie angezeigt.
- Auf LinkedIn zeigen: nach dem Bestehen mit einem Klick ins Profil unter „Bescheinigungen und Zertifikate“ eintragen.
Häufige Fragen
Ist dieser Online-Kurs die vollständige jährliche Stapler-Unterweisung?
Nein – er ist der Theorieteil. Nach DGUV Regel 100-001 sind elektronische Medien Hilfsmittel; der Betrieb ergänzt die Betriebsanweisung des eigenen Staplers, die Verkehrswege und Gefahrenstellen, die Einsatzprüfung am Gerät und das Gespräch. Beide unterschreiben den Unterweisungsnachweis – dann ist die Unterweisung vollständig. Genau so machen es auch die E-Learning-Angebote der großen Prüforganisationen.
Ersetzt der Kurs den Fahrausweis?
Nein. Der Kurs setzt einen gültigen Fahrausweis nach DGUV Grundsatz 308-001 und die schriftliche Beauftragung durch den Arbeitgeber voraus. Er bildet nicht aus.
Warum müssen alle Fragen richtig sein?
Weil es eine Unterweisung ist, keine Prüfung mit Note. Jede Frage steht für eine Regel, die im Ernstfall zählt. Falsche Antworten werden erklärt und dürfen wiederholt werden – das ist die Verständnisprüfung, die DGUV Regel 100-001 verlangt.
Wer darf im Betrieb unterweisen?
Der Arbeitgeber, der die Aufgabe nach § 13 ArbSchG schriftlich auf eine zuverlässige, fachkundige Person übertragen kann – Vorgesetzter, Fachkraft für Arbeitssicherheit, erfahrener Staplerfahrer. Eine Ausbilderqualifikation ist für die jährliche Unterweisung nicht nötig.
Gilt der Kurs auch für Deichsel-Hubwagen (Mitgänger-Geräte)?
Mitgänger-Flurförderzeuge brauchen keinen Fahrausweis, aber eine Unterweisung. Die Module zu Einsatzprüfung, Lasten und Verkehrswegen gelten sinngemäß; die Betriebsanweisung des Geräts bleibt Sache des Betriebs.
Ist der Kurs kostenlos?
Ja. Keine Anmeldung, keine Zahlungsdaten. Ihre E-Mail-Adresse geben Sie nur an, damit die Teilnahmebestätigung zugestellt werden kann.
Was steht auf der Teilnahmebestätigung?
Name, Kurs, Datum, Ergebnis, die vollständige Liste der 12 Schulungsinhalte, die Rechtsgrundlagen mit dem Hinweis auf den betrieblichen Teil und eine Nummer, die über die Prüfseite der Akademie verifizierbar ist.