Korrekturmaßnahmen
Nichtkonformität, Haupt- und Nebenabweichung, Korrektur und Korrekturmaßnahme, Ursache in zehn Minuten, ein Maßnahmenplan für alles, Wirksamkeit mit Frist, Fristen und Nachweise gegenüber dem Zertifizierer — kostenlos, mit Zertifikat
- 55–75 Min.
- 12 Module
- Zertifikat kostenlos
- ohne Konto
- Stand November 2026
5,0 · über 100 Google-Bewertungen für QM-Dienstleistungen Holger Grosser
👥 Zielgruppe: QMB und Führungskräfte, die Feststellungen aus Zertifizierungs- und internen Audits abarbeiten, Geschäftsführer, die nach dem Audit den Maßnahmenplan fristgerecht einreichen müssen
Welche Pflicht bzw. Normanforderung erfüllt diese Schulung?
Über diese Schulung
Der Auditbericht ist da: eine Hauptabweichung, drei Nebenabweichungen, vier Hinweise – und eine Frist. Dieser Kurs zeigt, wie ein Kleinbetrieb Feststellungen aus dem Zertifizierungsaudit, dem internen Audit und dem Betriebsalltag abarbeitet, ohne fünf Listen und ohne „Versehen“ als Ursache: Nichtkonformität, Abweichung, Haupt- und Nebenabweichung und Hinweis unterscheiden; Korrektur (Fehler beseitigen) von Korrekturmaßnahme (Ursache beseitigen) trennen; die Ursache mit Fünf-Warum und der Vier-Felder-Diagnose in zehn Minuten finden; eine einzige Maßnahmenliste für alle Quellen führen – mit Verantwortlichem, Termin und dem Unterschied zwischen umgesetzt und wirksam; die Wirksamkeit nach Frist mit Daten belegen; und die Fristen des Zertifizierers einhalten (Plan in 2–4 Wochen, bei Hauptabweichungen Nachweis vor dem Zertifikat).
Dazu der Hinweis 2026: „Vorbeugungsmaßnahmen“ gibt es seit 2015 nicht mehr – Vorbeugung läuft über Risiken und Chancen (6.1), und nach jeder Korrekturmaßnahme heißt die Frage „Wo noch?“. Acht typische Fehler, fünf Auditfragen mit der Antwort, die besteht, und der Praxisfall Nordlicht IT-Service: ein Auditbericht in acht Zeilen, eingereicht nach zwölf Tagen. 12 Module, 20 neue plus übernommene Fragen, Bestehensgrenze 80 %, Teilnahmezertifikat mit prüfbarer Nummer.
Was dieser Kurs leistet — und was nicht: Der Kurs vermittelt das Abarbeiten von Audit-Feststellungen nach ISO 9001:2026 Kap. 10.2 und belegt die Teilnahme mit Zertifikat. Er ersetzt nicht die Reklamationsbearbeitung Schritt für Schritt (Kurs „Reklamationsbearbeitung“), nicht die 8D-Methode (Kurs „8D-Report“) und nicht die Durchführung des internen Audits (Kurs „Internes Audit“); vier Module stammen aus diesen Kursen. Fristen des Zertifizierers sind übliche Werte – maßgeblich ist der jeweilige Auditbericht. Der Maßnahmenplan ist die Maßnahmenliste aus dem Dokumentenpaket, keine zweite Vorlage. Die Übungsfirma Nordlicht IT-Service GmbH ist erfunden.
Inhalte im Überblick
- Worum es geht und was dieser Kurs nicht istAbgrenzung: Feststellungen aus internem und externem Audit abarbeiten – Begriffe, Korrektur und Korrekturmaßnahme, Ursache, ein Maßnahmenplan für alle Quellen, Wirksamkeit mit Frist, Fristen und Nachweise gegenüber dem Zertifizierer, Vorbeugung über 6.1; nicht Reklamationsbearbeitung (Kurs RKK), nicht 8D (Kurs 8D-Report), nicht Auditdurchführung (Kurs Internes Audit)
- Begriffe: Nichtkonformität, Abweichung, Feststellung, HinweisNormbegriffe nach ISO 9001:2026 Kap. 10.2: Nichtkonformität = Nichterfüllung einer Anforderung (Produkt, Prozess, System); Abweichung im Audit = vom Auditor festgestellte Nichtkonformität; Hauptabweichung = Forderung gar nicht oder systematisch nicht erfüllt oder Produktkonformität gefährdet; Nebenabweichung = Einzelfall; Hinweis/Empfehlung = keine Abweichung, braucht aber eine Entscheidung; Einstufung durch den Auditor, beeinflussbar mit Fakten
- Haupt- und Nebenabweichung: was die Einstufung bedeutet und wie man schließtDefinitionen nach 17021-1 (Hauptabweichung: Anforderung ganz nicht erfüllt oder systematisch; Nebenabweichung: Einzelfall; Hinweis/Empfehlung: Verbesserungspotenzial); was jede Einstufung für die Zertifikatsentscheidung bedeutet; Fristen (Haupt meist 90 Tage mit Nachweis vor Entscheidung, Neben bis zum nächsten Audit mit Maßnahmenplan); der Maßnahmennachweis (Korrektur, Ursache, Korrekturmaßnahme, Beleg); Beispiele je Einstufung; die acht Fehlvermutungen
- Korrektur oder Korrekturmaßnahme: der Unterschied, den Auditoren prüfenKorrektur = Fehler beseitigen; Korrekturmaßnahme = Ursache beseitigen; wann eine Korrekturmaßnahme angemessen ist (Wiederholung, Schaden, Sicherheit, Kunde) und wann nicht; typische Korrekturmaßnahmen im Kleinbetrieb; was keine Korrekturmaßnahme ist (ermahnen, erinnern, aufpassen); Verbindung zum Maßnahmenplan
- Ursache finden: Fünf Warum in zehn Minuten – ohne SchuldigenDie Fünf-Warum-Methode mit Beispiel; Regeln (am Ort, mit Beteiligten, ohne Schuld, bis zur System-Ursache, nicht bis zur Weltformel); die fünf Ursachenfelder des Kleinbetriebs (Information, Prüfung, Qualifikation, Material, Ablauf); Ishikawa nur bei Wiederholern; ähnliche Fälle prüfen (10.2.1 b 3)
- Der Maßnahmenplan: eine Liste für allesEine Maßnahmenliste für alle Quellen (Zertifizierungsaudit, internes Audit, Reklamation, Managementbewertung, Risiken und Chancen); Spalten Nr., Quelle, Feststellung, Einstufung, Korrektur, Ursache, Korrekturmaßnahme, Verantwortlich, Termin, Status (offen/in Arbeit/umgesetzt/wirksam), Wirksamkeit geprüft am; Regeln: Verantwortlicher und Termin je Zeile, Nebenabweichung 4–12 Wochen, umgesetzt ist nicht wirksam, monatlich 15 Minuten
- Wirksamkeit bewerten: der Schritt, den alle vergessen (10.2.1 d)Was Wirksamkeit heißt (Fehler tritt nicht mehr auf – messbar); wann (drei Monate nach Umsetzung; bei seltenen Fehlern: nächster vergleichbarer Auftrag); womit (Fehlersammelliste, Stichprobe, Kennzahl); drei Ausgänge (wirksam, teilweise, nicht wirksam → neue Ursache); Aufzeichnung; Risiken und System aktualisieren (10.2.1 e, f)
- Fristen und Nachweise gegenüber dem ZertifiziererÜbliche Abläufe (je Stelle verschieden, im Auditbericht nachlesen): Maßnahmenplan bei Nebenabweichung meist in 2–4 Wochen, bei Hauptabweichung meist in 2 Wochen; Nachweis der Umsetzung bei Neben beim nächsten Überwachungsaudit, bei Haupt vor Zertifikatserteilung (Dokumente oder Nachaudit, oft 60–90 Tage); Fristversäumnis: Hochstufung bzw. kein Zertifikat/Aussetzung; was der Zertifizierer sehen will (Plan, Ursache ohne „Versehen“, Beleg je Maßnahme); gilt auch für eigenes Zertifikat und OnlineCert
- Vorbeugung über Risiken und Chancen – keine „Vorbeugungsmaßnahmen“ mehrSeit ISO 9001:2015 kein Begriff „Vorbeugungsmaßnahme“, ISO 9001:2026 bleibt dabei; Vorbeugung in Kap. 6.1; zwei Folgen für Korrekturmaßnahmen: nach jeder Maßnahme „Wo noch?“ fragen (10.2.1: ähnliche Nichtkonformitäten) und wiederkehrende Risiken in die Risiken-und-Chancen-Liste übertragen (10.2.1 e); Spalte „Vorbeugungsmaßnahme“ im Formular besser streichen
- Typische Fehler in Kleinbetrieben und was der Auditor fragtAcht häufige Fehler (nur Korrektur, Ursache „Versehen“, Schulung für alles, kein Verantwortlicher/Termin, erledigt ohne Wirksamkeit, Frist verpasst, Hinweise ignoriert, fünf Listen); fünf Auditfragen mit bestehender Antwort (Stand der Vorjahresabweichungen, Ursache, Wirksamkeitsbeleg, ähnliche Fälle, Vorbeugung in der Risiken-und-Chancen-Liste)
- Praxisfall Nordlicht: ein Auditbericht in acht ZeilenNordlicht IT-Service GmbH (erfunden): Auditbericht mit 1 Hauptabweichung (kein internes Audit in 14 Monaten, 9.2), 3 Nebenabweichungen (Lieferantenbewertung 8.4, zwei Einweisungsprotokolle 7.2, Kundenzufriedenheit 9.1.2), 4 Hinweise; vollständiger Maßnahmenplan mit Korrektur, Ursache, Korrekturmaßnahme, Verantwortlichem, Termin, Wirksamkeit; eingereicht nach 12 Tagen, Hauptabweichung per Dokumentenprüfung geschlossen; Checkliste mit acht Punkten
- Verfahren im eigenen HausVerfahren im eigenen Haus: Ansprechpartner für QM-Fragen, Ablage von Handbuch, Vorlagen und Nachweisen, Freigaben, feste Termine und nächste Schritte im Unternehmen
Ihr Zertifikat – und wie jeder die Echtheit prüft
- Test bestehen (ab 80 %) – das Zertifikat kommt sofort als PDF per E-Mail, kostenlos.
- Nummer und QR-Code stehen auf jedem Zertifikat.
- Echtheit prüfen: Auditor, Kunde oder Arbeitgeber scannt den QR-Code oder gibt die Nummer ein und sieht sofort Name, Kurs, Ergebnis und „gültig bis“. Die E-Mail-Adresse wird nie angezeigt.
- Auf LinkedIn zeigen: nach dem Bestehen mit einem Klick ins Profil unter „Bescheinigungen und Zertifikate“ eintragen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Korrektur und Korrekturmaßnahme?
Die Korrektur beseitigt den Fehler (Protokoll nachholen, Gerät nachkalibrieren). Die Korrekturmaßnahme beseitigt die Ursache (Checkliste, Terminliste, Verantwortlicher). Die Norm verlangt beides; wer nur korrigiert, hat nächstes Jahr dieselbe Abweichung.
Wie schnell muss der Maßnahmenplan beim Zertifizierer sein?
Üblich: 2–4 Wochen bei Nebenabweichungen, etwa 2 Wochen bei Hauptabweichungen; bei Hauptabweichungen zusätzlich Nachweis der Umsetzung vor der Zertifikatserteilung (Dokumente oder Nachaudit, oft 60–90 Tage). Maßgeblich ist der Auditbericht Ihrer Stelle.
Brauche ich noch Vorbeugungsmaßnahmen?
Den Begriff gibt es seit ISO 9001:2015 nicht mehr. Vorbeugung läuft über Risiken und Chancen (6.1): Nach jeder Korrekturmaßnahme fragen Sie „Wo noch?“ und tragen wiederkehrende Risiken in die Risiken-und-Chancen-Liste ein.
Welche Vorlage für den Maßnahmenplan?
Die Maßnahmenliste aus Ihrem QM-Dokumentenpaket. Der Kurs beschreibt die Spalten; wer die Liste schon hat, ergänzt höchstens Quelle und Einstufung. Keine zweite Liste.
Ist der Kurs kostenlos?
Ja. Keine Anmeldung, keine Zahlungsdaten. Ihre E-Mail-Adresse geben Sie nur an, damit das Zertifikat zugestellt werden kann.
Was steht auf dem Zertifikat?
Name, Kurs, Datum, Ergebnis, die vollständige Liste der 12 Schulungsinhalte, die Grundlagen und eine Zertifikatsnummer, die über die Prüfseite der Akademie verifizierbar ist.