🔍 Qualitätsmanagement

Akkreditiert oder nicht

Was Akkreditierung bedeutet, wie man Ausschreibungen und Lieferantenfragebögen liest, was „gleichwertige Nachweise“ im Vergaberecht sind, Kosten und Zeit beider Wege, Entscheidungsbaum — kostenlos, mit Zertifikat

  • 50–70 Min.
  • 12 Module
  • Zertifikat kostenlos
  • ohne Konto
  • Stand November 2026

5,0 · über 100 Google-Bewertungen für QM-Dienstleistungen Holger Grosser

📚 Module12
⏱️ Dauer50–70 Min.
✅ Bestehensgrenze80 %
🏆 ZertifikatPDF per E-Mail
📅 Gültigkeit12 Monate
💶 PreisKostenlos
🔄 Stand2026-11-08

👥 Zielgruppe: Geschäftsführer und Inhaber, die ein Zertifikat für einen Kunden oder eine öffentliche Ausschreibung brauchen, Betriebe, die einen Lieferantenfragebogen mit Zertifikatsforderung erhalten haben

Über diese Schulung

Reicht ein nicht akkreditiertes ISO-9001-Zertifikat – oder brauche ich das mit dem DAkkS-Zeichen? Die Antwort hängt davon ab, wer das Zertifikat sehen will: ein Konzerneinkäufer, eine Vergabestelle, ein Handwerkskunde oder niemand. Dieser Kurs erklärt neutral und sachlich, was Akkreditierung bedeutet (die Zulassung und Überwachung der Zertifizierungsstelle, nicht des Betriebs), warum die Norm gleich ist und der Nachweis der Prüfqualität nicht, wann Vergabestellen oberhalb der EU-Schwellenwerte ein akkreditiertes Zertifikat verlangen und wann sie gleichwertige Nachweise akzeptieren müssen, wie man fünf typische Formulierungen in Ausschreibungen und Lieferantenfragebögen einordnet, wie eine Bieterfrage lautet, was beide Wege kosten und dauern – und woran man ein seriöses nicht akkreditiertes Zertifikat vom Kaufbeleg ohne Audit unterscheidet.

Dazu ein Entscheidungsbaum in fünf Fragen, drei Praxisfälle, die Nachweise für die Vergabeakte und ein Hinweis des Kursanbieters, der selbst ein nicht akkreditiertes Zertifikat ausstellt und für akkreditierte Zertifizierungen an TÜV Nord, TÜV Süd und DEKRA vermittelt. 12 Module, 20 neue plus 6 übernommene Fragen, Bestehensgrenze 80 %, Teilnahmezertifikat mit prüfbarer Nummer. Keine Rechtsberatung – bei konkreten Vergabeunterlagen entscheidet der Wortlaut.

Was dieser Kurs leistet — und was nicht: Der Kurs ordnet akkreditierte und nicht akkreditierte ISO-9001-Zertifikate für Kunden und Ausschreibungen ein und belegt die Teilnahme mit Zertifikat. Er ist keine Rechtsberatung: Bei konkreten Vergabeunterlagen entscheidet der Wortlaut, im Zweifel die Bieterfrage; Rechtsstand Vergaberecht November 2026. Er ist kein Vergaberechtskurs, beschreibt nicht den Ablauf der Zertifizierung (Kurs „Zertifizierungsaudit bestehen“) und nicht die Entscheidung für ISO 9001 überhaupt (Kurs „ISO 9001 entscheiden“). Zwei Module stammen aus diesen Kursen. Der Kursanbieter stellt selbst ein nicht akkreditiertes Zertifikat aus und legt das offen; der Kurs wirbt nicht gegen akkreditierte Zertifikate. Praxisfälle sind fiktiv.

Inhalte im Überblick

  1. Worum es geht und was dieser Kurs nicht istAbgrenzung: Einordnung von akkreditierten und nicht akkreditierten ISO-9001-Zertifikaten für Kunden und Ausschreibungen; neutral, keine Werbung gegen akkreditierte Zertifikate; keine Rechtsberatung, kein Vergaberechtskurs, kein Zertifizierungsablauf (Kurs Zertifizierungsaudit bestehen)
  2. Akkreditiert oder nicht: was rechtlich gilt und was in der Praxis zähltRechtsrahmen der Zertifizierung: Akkreditierung nach ISO/IEC 17011 (DAkkS), Anforderungen an Zertifizierungsstellen nach ISO/IEC 17021-1, Zulässigkeit nicht-akkreditierter Zertifikate, Trennung von Beratung und Zertifizierung, Zertifikatsaussagen und Werbung
  3. Akkreditiert oder nicht: was das Zeichen bedeutet und wer es brauchtAkkreditierung (ISO/IEC 17011, DAkkS) in zwei Sätzen; was auf dem Zertifikat steht; wann akkreditiert nötig ist (Kunde, Ausschreibung, Branche, Behörde) und wann nicht; Wortlaut-Prüfung; der Zwei-Stufen-Weg; Zertifikatsprüfung im Internet (IAF CertSearch); Risiken bei unseriösen Anbietern
  4. Sind alle ISO-Zertifikate gleichwertig?Norm gleich, Nachweis der Prüfqualität nicht: akkreditierte Stelle wird von der DAkkS überwacht (Auditzeiten nach IAF MD 5, Unabhängigkeit, Auditorenkompetenz), bei nicht akkreditierter Stelle verbürgt sich niemand Externes; akkreditiert = anerkannter Standardnachweis, nicht akkreditiert = Nachweis, den der Empfänger akzeptieren kann, aber nicht muss; dritter Fall: Zertifikat ohne Audit gegen Gebühr = Täuschung
  5. Wann Vergabestellen ein akkreditiertes Zertifikat verlangenVergaberecht sinngemäß (§ 49 VgV, § 6a EU VOB/A, Art. 62 RL 2014/24/EU): Bescheinigungen akkreditierter Stellen nach VO 765/2008, Anerkennung gleichwertiger Bescheinigungen aus anderen Mitgliedstaaten; gleichwertige Nachweise, wenn der Bieter nachweislich keinen Zugang hatte oder die Frist zu kurz war und die Gleichwertigkeit belegt; unterhalb der Schwellenwerte (UVgO, Landesrecht) weichere Vorgaben; keine Rechtsberatung, Bieterfrage
  6. Die Anforderung in der Ausschreibung lesen – und die BieterfrageDrei Stellen prüfen (Eignungskriterien, Eigenerklärungen/EEE, Leistungsbeschreibung); Wortlaut einordnen: „akkreditierte Stelle/DAkkS/IAF/17021“ = akkreditiert gefordert, „oder gleichwertig“ = Art offen, „QM-System vorhanden“ = kein Zertifikat gefordert, „bevorzugt zertifiziert“ = Wertungspunkte, nichts = keine Forderung; Mustertext Bieterfrage; dieselbe Logik beim Lieferantenfragebogen
  7. Kosten und Zeit im VergleichErfahrungswerte für 10 Mitarbeiter, ein Standort, Stand 2026: Zeit bis Zertifikat 1–4 Wochen vs. 6–14 Wochen, Auditaufwand 0,5–1 Tag online vs. 1,5–2,5 Tage nach IAF MD 5, Kosten Jahr 1 ab ca. 800 € vs. 2 000–6 500 €, Folgejahre, Gültigkeit 12 Monate (eigenes Zertifikat) vs. 3 Jahre mit Überwachung, Anerkennung; Vorbereitung gleich; BAFA-Förderung nur für Beratung
  8. Entscheidungsbaum: Welches Zertifikat passt zu welchem Zweck?Fünf Fragen: konkrete Forderung vorhanden (nein → nicht akkreditiert, nach einem Jahr neu entscheiden); Wortlaut akkreditiert/DAkkS/IAF/17021 (ja → akkreditiert, bei knapper Frist Bieterfrage und parallel starten); „oder gleichwertig“ (Bieterfrage entscheidet); Branchenpflicht (Bahn, Medizinprodukte, Luftfahrt, Automotive/IATF, Druckgeräte → akkreditiert mit Branchennorm); unklare Zukunft → Zwei-Stufen-Weg
  9. Die seriöse nicht akkreditierte Zertifizierung erkennenSechs Merkmale: echtes Audit mit Gespräch, Zertifikat mit Geltungsbereich, Datum, Ablauf und prüfbarer Nummer, offene Angabe der fehlenden Akkreditierung, Trennung oder Offenlegung von Beratung und Zertifizierung, Abweichungen, die behoben werden müssen, Befristung mit Verlängerung nur durch neues Audit; Hinweis des Kursanbieters: eigenes Zertifikat (12 Monate) und OnlineCert, für DAkkS-akkreditiert TÜV Nord, TÜV Süd, DEKRA
  10. Drei Praxisfälle und die MerksätzePraxisfälle: Gebäudereiniger mit kommunaler Ausschreibung „oder gleichwertig“ (Bieterfrage, nicht akkreditiert plus QM-Beschreibung, Zuschlag), Metallbauer mit Automobil-Lieferantenfragebogen „akkreditiert, IATF angestrebt“ (akkreditiert, 10 Wochen), IT-Dienstleister ohne Forderung (nicht akkreditiert, nach einem Jahr neu bewertet); Merksätze
  11. Verfahren im eigenen HausVerfahren im eigenen Haus: Ansprechpartner für QM-Fragen, Ablage von Handbuch, Vorlagen und Nachweisen, Freigaben, feste Termine und nächste Schritte im Unternehmen
  12. Nachweise: was in die Vergabeakte und zum Kunden gehörtNachweise je Weg: Zertifikat mit Geltungsbereich und prüfbarer Nummer, Prüflink oder IAF-CertSearch-Eintrag, Antwort auf die Bieterfrage, QM-Beschreibung auf zwei Seiten (Handbuch, Prozesse, internes Audit, Managementbewertung), bei gleichwertigen Nachweisen die Begründung; Ablage mit dem Angebot; Echtheit eines fremden Zertifikats prüfen

Ihr Zertifikat – und wie jeder die Echtheit prüft

Muster eines Teilnahmezertifikats der QM-Guru Online Akademie mit Name, Kurs, Testergebnis, Datum und Zertifikatsnummer
Muster: Seite 1 des Zertifikats, Seite 2 enthält die Themenliste
  1. Test bestehen (ab 80 %) – das Zertifikat kommt sofort als PDF per E-Mail, kostenlos.
  2. Nummer und QR-Code stehen auf jedem Zertifikat.
  3. Echtheit prüfen: Auditor, Kunde oder Arbeitgeber scannt den QR-Code oder gibt die Nummer ein und sieht sofort Name, Kurs, Ergebnis und „gültig bis“. Die E-Mail-Adresse wird nie angezeigt.
  4. Auf LinkedIn zeigen: nach dem Bestehen mit einem Klick ins Profil unter „Bescheinigungen und Zertifikate“ eintragen.
Prüfergebnis „Gültiges Zertifikat“ auf der Prüfseite der Akademie mit Name, Firma, Kurs, Ergebnis und Gültigkeit (Beispieldaten)
So sieht das Prüfergebnis aus (Beispieldaten)

Zertifikatsnummer jetzt prüfen →

Häufige Fragen

Ist ein nicht akkreditiertes ISO-9001-Zertifikat wertlos?

Nein. Die Norm, die Dokumentation und das Audit sind dieselben. Der Unterschied: Bei der akkreditierten Stelle überwacht die DAkkS den Zertifizierer. Für Kunden ohne Akkreditierungsforderung, für Marketing und für Ausschreibungen mit „oder gleichwertig“ reicht ein seriöses nicht akkreditiertes Zertifikat meist aus – nachfragen, nicht raten.

Steht „akkreditiert“ in der Ausschreibung – habe ich eine Chance mit einem nicht akkreditierten Zertifikat?

Nur über den Weg der gleichwertigen Nachweise: Sie müssen begründen, warum Sie die Bescheinigung nicht rechtzeitig bekommen konnten, und Ihr QM-System offenlegen. Das ist ein Risiko, viele Vergabestellen lehnen es ab. Sicherer: Bieterfrage stellen und parallel die akkreditierte Zertifizierung starten (6–14 Wochen).

Welche Stellen sind DAkkS-akkreditiert?

Zum Beispiel TÜV Nord, TÜV Süd und DEKRA. Der Kursanbieter stellt selbst ein nicht akkreditiertes Zertifikat aus und vermittelt für akkreditierte Zertifizierungen an diese Stellen – die Vorbereitung ist für beide Wege dieselbe.

Ist das eine Rechtsberatung?

Nein. Der Kurs gibt das Vergaberecht sinngemäß und mit Stand November 2026 wieder. Bei konkreten Vergabeunterlagen entscheidet der Wortlaut; im Zweifel stellen Sie eine Bieterfrage – die Antwort ist verbindlich und gehört in die Vergabeakte.

Ist der Kurs kostenlos?

Ja. Keine Anmeldung, keine Zahlungsdaten. Ihre E-Mail-Adresse geben Sie nur an, damit das Zertifikat zugestellt werden kann.

Was steht auf dem Zertifikat?

Name, Kurs, Datum, Ergebnis, die vollständige Liste der 12 Schulungsinhalte, die Grundlagen und eine Zertifikatsnummer, die über die Prüfseite der Akademie verifizierbar ist.

Wer steht hinter dieser Schulung?

Holger Grosser berät seit über 30 Jahren Unternehmen bei Aufbau und Zertifizierung von Managementsystemen (1.000+ Projekte). Alle Kurse der Akademie basieren auf dieser Beratungspraxis – ohne Theorie-Überladung, nach dem Prinzip „so wenig wie möglich, so viel wie nötig".

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