Kunde verlangt ISO 9001
Forderung lesen, richtig zurückfragen, Lieferantenfragebogen ehrlich beantworten, Termin und Zwischenlösung planen – mit Mailvorlagen
- 60–90 Min.
- 16 Module
- Zertifikat kostenlos
- ohne Konto
- Stand November 2026
5,0 · über 100 Google-Bewertungen für QM-Dienstleistungen Holger Grosser
👥 Zielgruppe: Inhaber und Geschäftsführer kleiner Betriebe, deren Kunde ein ISO-9001-Zertifikat verlangt, Mitarbeiter in Verkauf, Innendienst oder Verwaltung, die Lieferantenfragebögen ausfüllen
Welche Pflicht bzw. Normanforderung erfüllt diese Schulung?
Über diese Schulung
Dieser Kurs ist für den Moment, in dem die Forderung auf dem Tisch liegt: Ein Kunde schickt einen Lieferantenfragebogen mit dem Feld „ISO 9001 zertifiziert: ja/nein“, ändert seine Einkaufsbedingungen oder eine Ausschreibung verlangt den Nachweis eines Qualitätsmanagementsystems. Sie lernen, was in den ersten 48 Stunden zu tun ist, wie verbindlich die Forderung je nach Ort und Wortlaut wirklich ist (Vertrag, Einkaufsbedingungen, Fragebogen, Vergabeunterlagen nach § 49 VgV), welche fünf Rückfragen Sie dem Kunden in einer Mail stellen, wie Sie den Fragebogen wahrheitsgemäß beantworten, ohne sich kleinzumachen, welche Angaben Zertifizierer und Berater für ein Angebot brauchen, wie Sie vom Kundentermin rückwärts planen und welche Zwischenlösungen seriös sind.
Die Inhalte stammen aus über 1.000 Projekten mit Kleinbetrieben seit 1994. Mit der Übungsfirma Brenner & Sohn Fachhandel e.K. (22 Mitarbeiter, fiktiv) bearbeiten Sie einen Lieferantenfragebogen und eine Ausschreibung, die in derselben Woche eintreffen. Am Ende haben Sie die Rückfrage-Mail, die Antworten für den Fragebogen, einen Zeitplan und die Antwort an den Kunden. 16 Module, Abschlusstest und Teilnahmezertifikat mit prüfbarer Nummer.
Was dieser Kurs leistet — und was nicht: Der Kurs hilft, auf eine konkrete Kundenforderung richtig zu reagieren; er baut kein Qualitätsmanagementsystem auf (dafür sind die Kurse der Reihe ISO 9001 im Kleinbetrieb da) und ersetzt die Grundsatzentscheidung über die Zertifizierung nicht (Kurs „ISO 9001 entscheiden“). Er ist keine Rechtsberatung im Vergaberecht; maßgeblich sind die jeweiligen Vergabeunterlagen. Kostenangaben sind Erfahrungswerte, keine Angebote. Die Übungsfirma ist fiktiv.
Inhalte im Überblick
- Die Anfrage liegt auf dem Tisch: die ersten 48 StundenErste Reaktion auf eine ISO-9001-Forderung: Frist erfassen, Absender und Anlass klären, Zuständigkeit im Haus festlegen, nichts vorschnell zusagen oder ankreuzen
- Was ein Kunde verlangen darf: Vertrag, Einkaufsbedingungen, VergaberechtRechtsgrundlagen der Forderung: Vertrag und Einkaufsbedingungen, Vergaberecht (VgV § 49 oberhalb der EU-Schwellenwerte, UVgO und Landesrecht darunter), akkreditierte und nicht-akkreditierte Zertifikate, Normausgaben 2015 und 2026
- Eine ISO-Forderung richtig lesen: fünf Formulierungen und was sie bedeutenAuslegung typischer Formulierungen in Verträgen, Einkaufsbedingungen, Lieferantenfragebögen und Ausschreibungen: Zertifikat Pflicht, akkreditiert, „oder gleichwertig“, „angestrebt“, Selbstauskunft
- Die eine Frage, die Sie Ihrem Kunden stellen – und wie Sie mit einem Zwischenzertifikat arbeitenRückfrage beim Kunden vor der Entscheidung (Wortlaut, Frist, Konsequenz); Lesen von Ausschreibungstexten; Zwischenzertifikat als Übergang; typische Reaktionen von Einkäufern; Risiko und Rückfallweg
- Fünf Rückfragen, die Sie dem Kunden stellen – mit MailvorlageVollständige Rückfrage beim Kunden: Normausgabe und Akkreditierung, Frist, Geltungsbereich und Standorte, Übergangslösung bis zum Zertifikat, Folgen bei Nichterfüllung; Mailvorlage
- Der Lieferantenfragebogen: Aufbau, Bewertung und was der Einkäufer wirklich wissen willAufbau typischer Lieferantenselbstauskünfte (Stammdaten, Zertifikate, QM-Fragen, Umwelt, Lieferkette), Bewertung und Einstufung durch den Kunden, Bezug zu ISO 9001 Kap. 8.4
- Den Fragebogen wahrheitsgemäß beantworten – ohne sich kleinzumachenWahrheitsgemäße Angaben im Lieferantenfragebogen: Status „in Vorbereitung“ mit Termin, Beschreibung vorhandener Abläufe, Belege beilegen, Formulierungen, die nicht täuschen; Risiken falscher Angaben
- Bestandsaufnahme: was Sie schon haben und welche Angaben Sie für Angebote sammelnVorhandene Abläufe und Unterlagen als Grundlage für Fragebogen und Aufbau; Angaben für Angebote von Zertifizierer und Berater: effektive Mitarbeiterzahl, Standorte, Tätigkeiten, Geltungsbereich, nicht zutreffende Anforderungen
- Rückwärts planen ab der Kundenfrist: wann der Aufbau starten mussRückwärtsplanung vom Nachweistermin: Vorlauf des Zertifizierers, Stufe 1 und 2, internes Audit und Managementbewertung, Dokumentation; Entscheidungstabelle nach verbleibender Zeit
- Kostenrahmen in fünf Minuten – damit Sie dem Kunden einen Termin nennen könnenGrober Kostenrahmen für die Antwort an den Kunden: Zertifizierer akkreditiert und nicht-akkreditiert über drei Jahre, Beratung zum Festpreis, eigene Stunden; Verweis auf die ausführliche Rechnung
- Zwischenlösungen, bis das Zertifikat da istÜbergangsnachweise für Kunden: Selbstauskunft mit Projektplan, Terminbestätigung des Zertifizierers, nicht-akkreditiertes Zertifikat, Lieferantenaudit durch den Kunden, andere Unterlagen im Vergabeverfahren; was keine Zwischenlösung ist
- Die Antwort an den Kunden: Stand, Plan, TerminStrukturierte Antwort an den Kunden nach Klärung: aktueller Stand, gewählter Weg, Termine, Zwischenlösung, Ansprechpartner; Mailvorlage; Termine halten und Abweichungen früh melden
- Praxisfall Brenner & Sohn: Lieferantenfragebogen und Ausschreibung in derselben WochePraxisfall Übungsfirma Brenner & Sohn (fiktiv): Lieferantenselbstauskunft eines Industriekunden und Ausschreibung eines kommunalen Eigenbetriebs; Forderungen lesen, Rückfragen, Antworten im Fragebogen, Zeitplan und Zwischenlösung
- Die sieben häufigsten Fehler nach einer KundenforderungTypische Fehler: falsches Ankreuzen, Frist verschlafen, Zertifikat ohne System, falscher Geltungsbereich oder Firmenname, akkreditiert unterstellt, Mitarbeiter nicht eingebunden, keine Ablage
- Verfahren im eigenen HausVerfahren im eigenen Haus: Ansprechpartner für QM-Fragen, Ablage von Handbuch, Vorlagen und Nachweisen, Freigaben, feste Termine und nächste Schritte im Unternehmen
- Nachweisführung: was Sie zur Kundenforderung ablegenAblage zur Kundenforderung: Anfrage im Original, Rückfrage und Antwort, ausgefüllter Fragebogen mit Beilagen, vereinbarte Zwischenlösung, Projektplan und Termine, Wiedervorlage; Bezug zu ISO 9001 Kap. 7.5
Ihr Zertifikat – und wie jeder die Echtheit prüft
- Test bestehen (ab 80 %) – das Zertifikat kommt sofort als PDF per E-Mail, kostenlos.
- Nummer und QR-Code stehen auf jedem Zertifikat.
- Echtheit prüfen: Auditor, Kunde oder Arbeitgeber scannt den QR-Code oder gibt die Nummer ein und sieht sofort Name, Kurs, Ergebnis und „gültig bis“. Die E-Mail-Adresse wird nie angezeigt.
- Auf LinkedIn zeigen: nach dem Bestehen mit einem Klick ins Profil unter „Bescheinigungen und Zertifikate“ eintragen.
Häufige Fragen
Mein Kunde verlangt ISO 9001 – muss ich jetzt sofort zertifizieren?
Nicht zwingend. Klären Sie zuerst, wo die Forderung steht (Vertrag, Einkaufsbedingungen, Fragebogen, Ausschreibung), ob ein akkreditiertes Zertifikat verlangt wird und bis wann. Oft genügt bis dahin eine Selbstauskunft mit Projektplan.
Darf ich im Fragebogen „in Vorbereitung“ angeben?
Nur, wenn der Aufbau tatsächlich beschlossen ist. Kreuzen Sie im Ja/Nein-Feld „nein“ an und schreiben Sie Plan und Termin in den Freitext. Ein „ja“ vor dem bestandenen Audit ist eine falsche Angabe.
Reicht ein nicht-akkreditiertes Zertifikat?
Wenn der Kunde oder die Ausschreibung nicht ausdrücklich „akkreditiert“ verlangt, oft ja. Fragen Sie nach – die Rückfrage-Mail steht im Kurs.
Wie lange dauert es bis zum Zertifikat?
Mit Begleitung und reserviertem Audittermin zehn bis vierzehn Wochen ab Start; der Termin beim Zertifizierer ist meist der Engpass. Unter vier Wochen hilft nur eine Zwischenlösung.
Ist der Kurs kostenlos?
Ja, wie alle Kurse der QM-Guru Akademie. Ohne Anmeldung; die E-Mail-Adresse dient nur dem Versand des Zertifikats.