🔍 Qualitätsmanagement

Managementbewertung und Jahreswechsel

die zehn Kapitel der Managementbewertung mit echten Zahlen, der Maßnahmenplan als einziger Plan, das Auditprogramm, die Fortschreibung der Dokumente und das Übergabeblatt – mit Vorlagen und Übungsfirma

📚 Module15
⏱️ Dauer65–95 Min.
✅ Bestehensgrenze80 %
🏆 ZertifikatPDF per E-Mail
📅 Gültigkeit12 Monate
💶 PreisKostenlos
🔄 Stand2026-10-31

👥 Zielgruppe: Geschäftsführer und Inhaber kleiner Betriebe, die ihre Managementbewertung selbst schreiben oder verstehen wollen, was sie unterschreiben, QM-Beauftragte, die den Jahreswechsel der Dokumente in einem Durchlauf erledigen wollen

Über diese Schulung

Einmal im Jahr verlangt die ISO 9001, dass die oberste Leitung ihr QM-System bewertet (9.3): mit festgelegten Eingaben – Maßnahmenstatus, Kontext, Kundenzufriedenheit, Ziele, Prozessleistung, Nichtkonformitäten, Kennzahlen, Audits, Lieferanten, Ressourcen, Risiken, Verbesserungen – und festgelegten Ergebnissen: Beschlüsse zu Verbesserungen, Änderungen und Ressourcen. In Kleinbetrieben wird daraus entweder ein Dokument aus dem Internet mit leeren Tabellen oder ein Zwei-Tage-Projekt. Beides ist unnötig: Wer die Listen aus den vorigen Kursen führt, hat alle Eingaben – die Managementbewertung ist dann ein Bericht mit zehn Kapiteln, der in zwei Stunden geschrieben ist.

Dieser Kurs zeigt den Jahreswechsel als einen Durchlauf: Zahlen sammeln aus Kennzahlenblatt, Fehlersammelliste, Lieferanten- und Kundenbewertung, Zielen, Risikenanalyse und Auditbericht; die zehn Kapitel mit echten Tabellen schreiben; die Beschlüsse der Leitung als Entscheidungstabelle; den Maßnahmenplan als einzigen Plan fortschreiben; das Auditprogramm über drei Jahre; die Dokumente auf das neue Jahr umstellen (Ziele in zwei Versionen, Bewertungszeiträume, Stand); das Übergabeblatt für alle Beteiligten. An der Übungsfirma Klarblick Gebäudeservice GmbH (38 Mitarbeiter, erfunden) schreiben Sie die Managementbewertung 2026 aus vorgegebenen Daten. 15 Module, Abschlusstest, Teilnahmezertifikat mit prüfbarer Nummer.

Was dieser Kurs leistet — und was nicht: Der Kurs behandelt Kapitel 9.3 (Managementbewertung) der ISO 9001:2015 und den Jahreswechsel der QM-Dokumente eines Betriebs mit 1 bis 50 Mitarbeitern – Maßnahmenplan, Auditprogramm, Fortschreibung. Das interne Audit selbst (9.2) hat einen eigenen Kurs, ebenso die Ziele und Risiken (6), die Kennzahlen (9.1) und die Reklamationen (10.2); hier werden ihre Ergebnisse verwendet. Nicht Gegenstand: Umwelt- und Arbeitsschutzbewertung nach ISO 14001/45001 (die Gliederung lässt sich erweitern), Bilanz- und Finanzbewertung, Zertifizierungsaudit und Zertifikatsentscheidung (Kurs „Das Zertifizierungsaudit bestehen“). Die Übungsfirma ist erfunden.

Inhalte im Überblick

  1. Was die Leitung bewertet – und warum 9.3 kein Meeting istZweck der Managementbewertung (Eignung, Angemessenheit, Wirksamkeit, strategische Ausrichtung); die Eingaben a) bis f) und die Ergebnisse a) bis c) als Checkliste; Bericht statt Meeting; Zeitpunkt im Jahr; wer schreibt, wer unterschreibt; die zwei typischen Fehler (Internet-Vorlage ohne Zahlen, Zwei-Tage-Projekt)
  2. Die zehn Kapitel – eine Gliederung, die alle Eingaben abdecktGliederung: 1 Managementsystem · 2 Ziele und Prozesskennzahlen · 3 Audits · 4 Ressourcen (inkl. Klimaschutz) · 5 Lieferanten · 6 Kunden · 7 Korrektur- und Verbesserungsmaßnahmen · 8 Normen und Gesetze · 9 Risiken und Chancen · 10 Abschließende Bewertung; Zuordnung zu 9.3.2 a–f; Regel „jedes Kapitel eine Tabelle“; Kopfblock und Unterschrift; Umfang
  3. Zahlen sammeln: die acht Quellen in einer StundeDie acht Quelldokumente (Kennzahlenblatt, Ziele Rückblick, Fehlersammelliste, Lieferantenbewertung, Kundenzufriedenheit, Auditbericht, Risikenanalyse, Maßnahmenplan) plus Personal/Investitionen; die Sammelliste je Kapitel; was fehlt, bleibt rot („bitte ergänzen – Grund“), wird nie erfunden; Quellenpriorität; Sammelordner
  4. Kapitel 1 bis 3 schreiben: System, Ziele, AuditsKapitel 1: Kontextänderungen, Stand Handbuch, Geltungsbereich, Zertifikat, Ausrichtung; Kapitel 2: Ziele Rückblick mit Farbstatus, Bewertung verfehlter Ziele (Ursache, Beschluss), Ziele Vorschau, Kennzahlen Jahresdurchschnitt; Kapitel 3: internes Audit (Feststellungen, Stärken, Status), externes Audit, Auditprogramm nächstes Jahr; Mustertexte
  5. Kapitel 4 bis 6 schreiben: Ressourcen, Lieferanten, KundenKapitel 4: Mitarbeiter, Schulungen (durchgeführt/geplant mit Wirksamkeit), Investitionen (durchgeführt/geplant), Infrastruktur und Prüfungen, Klimaschutz/ESG-Maßnahmen, Angemessenheit; Kapitel 5: Lieferantenbewertung komplett mit Vorjahr; Kapitel 6: Reklamationen (Anzahl, Quote, Top 3, Kosten, Wiederholer) und Kundenzufriedenheit (Tabelle, Kündigungen, Rückmeldungen)
  6. Kapitel 7 bis 9 schreiben: Maßnahmen, Normen, RisikenKapitel 7: Beschlüsse der Vorjahresbewertung mit Status und Wirksamkeit (Eingabe a), Korrekturmaßnahmen des Jahres, Verbesserungen (Eingabe f), offene Maßnahmen; Kapitel 8: Liste Normen und Gesetze geprüft, Änderungen, neue Anforderungen (ISO 9001:2026, Amendment Klimawandel); Kapitel 9: Risiken- und Chancenmatrix mit Status, neue Zeilen, Wirksamkeit (Eingabe e)
  7. Kapitel 10: Die Beschlüsse der Leitung – Entscheidungstabelle und drei SätzeEignung, Angemessenheit, Wirksamkeit in je einem Satz mit Beleg; die Entscheidungstabelle (Nr., Beschluss, Quelle/Grund, Verantwortlich, Termin, Ressourcen) als Ergebnis 9.3.3 a–c; Beschlusskandidaten aus allen Kapiteln; Ressourcenbedarf; Unterschrift; Übertrag in Maßnahmenplan und Ziele; was kein Beschluss ist
  8. Der Maßnahmenplan als einziger Plan: Spalten, Quellen, Status, WirksamkeitDie Standardspalten (Datum, Herkunft/Quelle, Thema, Feststellung/Ursache, Maßnahme, Zuständig, bis wann, Status, Ergebnis, Wirksamkeit); Quellen: Audit intern/extern, Reklamation, Risiko/Chance, Ziel, Managementbewertung, Verbesserung; Fortschreibung statt Neuanlage; Statuswerte; monatliche Durchsicht; Doppelungen vermeiden; Verantwortliche als Rollen
  9. Das Auditprogramm über drei Jahre: Matrix, Termine, Auditor, AusschlüsseWas 9.2.2 verlangt (Programm mit Häufigkeit, Methoden, Verantwortlichkeiten, Planungsanforderungen, Berichterstattung); die Auditzyklus-Matrix (Prozesse × Jahre, Status geplant/durchgeführt); alle Prozesse je Jahr im Kleinbetrieb; Termin im Verhältnis zu Managementbewertung und Zertifizierungsaudit; Auditor intern (Unabhängigkeit) oder extern; Ausschlüsse aus dem Handbuch; Fortschreibung beim Jahreswechsel
  10. Die Dokumente auf das neue Jahr umstellen: Zwei Daten, drei Regeln, acht DateienDokumentendatum (Stand, Stichtag für Zeiträume) und Auditdatum (letzte Prüfung); Ziele in zwei Versionen; Bewertungszeiträume Lieferanten/Kunden; Zielterminregel; was unverändert bleibt (Handbuch, Prozesse); was nie geändert wird (Normjahre, historische Tabellendaten); Dateinamen mit Stand; Lückenregel; die Reihenfolge des Durchlaufs
  11. Das Übergabeblatt: was neu ist, was offen bleibt – für alle Beteiligten auf einer SeiteZweck (GF, QMB, Berater, Auditor sehen in zwei Minuten, was geändert wurde und was fehlt); die sechs Abschnitte: Kopfblock, auf einen Blick, was wurde geändert, was ist noch zu tun, was ist erledigt, nächste Termine; Regel: jede rote Stelle genau einmal; Fortschreibung beim Nachtragen; Vorlage
  12. Was der Zertifizierer mit der Managementbewertung macht – und 20 Fragen dazuDie Prüfmethode: Eingaben a–f abhaken, Beschlüsse gegen Maßnahmenplan, Vorjahresbeschlüsse gegen Status, Zahlen gegen Quellen; typische Fragen; die fünf häufigsten Abweichungen zu 9.3; wie die Bewertung das Audit verkürzt
  13. Praxisfall: Klarblick Gebäudeservice – Managementbewertung 2026 aus den ListenÜbungsfirma Klarblick Gebäudeservice GmbH (38 Mitarbeiter, erfunden): aus vorgegebenen Listen (Ziele Rückblick, Kennzahlen, Fehlersammelliste, Lieferanten, Kunden, Auditbericht, Risikenanalyse, Maßnahmenplan Vorjahr, Personal, Projekte) die zehn Kapitel schreiben, Beschlüsse ableiten, Maßnahmenplan fortschreiben, Übergabeblatt erstellen; drei versteckte Lücken; Musterlösung
  14. Nachweise: Der Jahresordner – und der Kalender für das nächste JahrDer Jahresordner mit Managementbewertung, Sammelordner, acht fortgeschriebenen Dateien, Maßnahmenplan, Auditprogramm, Übergabeblatt; Normstellen je Datei; der QM-Jahreskalender (monatlich, quartalsweise, jährlich) als Zusammenfassung aller Kurse; Aufbewahrung; Prüfraster
  15. Verfahren im eigenen HausVerfahren im eigenen Haus: Ansprechpartner für QM-Fragen, Ablage von Handbuch, Vorlagen und Nachweisen, Freigaben, feste Termine und nächste Schritte im Unternehmen

Häufige Fragen

Muss die Managementbewertung ein Meeting sein?

Nein. Die Norm verlangt die Bewertung durch die oberste Leitung und einen Nachweis mit Eingaben und Ergebnissen. Im Kleinbetrieb ist das ein Bericht, den GF und QMB gemeinsam in zwei Stunden schreiben und die GF unterschreibt. Ein Meeting mit allen ist möglich, aber nicht gefordert.

Wie lang ist eine Managementbewertung für einen Betrieb mit 15 Mitarbeitern?

Acht bis zwölf Seiten mit Tabellen – zehn Kapitel, je eine halbe bis eine Seite. Kürzer wird es dünn (Eingaben fehlen), länger liest es niemand. Die Tabellen kommen aus den Listen des Jahres, nicht aus neuer Arbeit.

Was ist der Unterschied zur Managementbewertung aus dem Internet?

Echte Zahlen. Eine kopierte Bewertung hat Sätze wie „Die Kundenzufriedenheit ist auf hohem Niveau“; eine echte hat die Tabelle mit fünf Kunden und Noten. Auditoren lesen genau das – und die Entscheidungstabelle am Ende: Was hat die Leitung beschlossen, wer, bis wann.

Wann im Jahr?

Nach dem internen Audit und vor dem Zertifizierungsaudit – im Kleinbetrieb meist Januar oder Februar für das Vorjahr. Alle Listen sind dann abgeschlossen, und die Ziele des neuen Jahres werden in der Bewertung beschlossen.

Was ist der Jahreswechsel?

Der Durchlauf, in dem alle QM-Dokumente auf das neue Jahr kommen: Ziele Rückblick und Vorschau, Bewertungszeiträume, Stand und Prüfdaten, Auditprogramm, Maßnahmenplan, Managementbewertung – und das Übergabeblatt, das jedem im Betrieb sagt, was neu ist und was offen bleibt. In zwei bis vier Stunden, einmal im Jahr.

Ist der Kurs kostenlos?

Ja, wie alle Kurse der QM-Guru Akademie. Keine Anmeldung; die E-Mail-Adresse dient nur der Zustellung des Zertifikats.

Wer steht hinter dieser Schulung?

Holger Grosser berät seit über 30 Jahren Unternehmen bei Aufbau und Zertifizierung von Managementsystemen (1.000+ Projekte). Alle Kurse der Akademie basieren auf dieser Beratungspraxis – ohne Theorie-Überladung, nach dem Prinzip „so wenig wie möglich, so viel wie nötig".

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