Umstellung auf ISO 9001:2026: Delta-Analyse, Maßnahmenplan, Umstellungsaudit
Darum geht es
Sie haben diesen Kurs bereits begonnen.
Was dieser Kurs nicht leistet (aufklappen)
Zeitplan und Fristen: Veröffentlichung, Übergangsfrist, Umstellungsaudit – und die Frist-Falle
Die ISO 9001:2026 ist am 16. September 2026 international erschienen. Die deutsche Fassung erscheint als DIN EN ISO 9001:2026-11 (Ausgabe November 2026). Für zertifizierte Betriebe gilt die Übergangsfrist, die Global ACI (Global Accreditation Cooperation, seit 2026 Nachfolger von IAF und ILAC) im Dokument Global ACI-TECH-3-TR 2029-09-30 (M) (Version 1.1 vom 04.09.2026) festgelegt hat: drei Jahre. Ab dem 31.03.2028 werden neue und Erstzertifizierungen akkreditiert nur noch nach ISO 9001:2026 ausgestellt; bis zum 30.09.2029 müssen nach 2015 zertifizierte Betriebe umgestellt haben. Akkreditierte Stellen zertifizieren nach 2026 erst nach ihrem Akkreditierungsentscheid (spätestens 30.09.2027). Den Termin Ihres Umstellungsaudits nennt Ihre Zertifizierungsstelle; nicht akkreditierte Stellen setzen eigene Termine.
Vorgabe der Akademie: Rezertifizierungen ab 2027 erfolgen nach ISO 9001:2026. Bei QM-Dienstleistungen Holger Grosser und OnlineCert gilt das verbindlich ab 1.1.2027. Die Global-ACI-Regeln oben bleiben der Rahmen: Akkreditierte Stellen können nach 2026 rezertifizieren, sobald ihr Akkreditierungsentscheid vorliegt – fragen Sie dort früh, ab wann.
Die Umstellung findet im regulären Audit statt. Kein Zusatzaudit, kein Sondertermin: Beim nächsten Überwachungs- oder Rezertifizierungsaudit nach Ihrer Entscheidung prüft der Auditor nach 2026 statt nach 2015 (ein gesondertes Umstellungsaudit ist ebenfalls zulässig, aber nicht nötig). Einen festen Zeitzuschlag schreibt Global ACI nicht vor; viele Stellen planen etwas Zusatzzeit ein, oft einen halben Tag. Das Zertifikat wird auf 2026 umgeschrieben – mit dem alten Ablaufdatum, denn der Zyklus läuft weiter.
| Ihr nächstes Audit | Empfehlung | Warum |
|---|---|---|
| Überwachungsaudit 2027 | Umstellung dort – Delta-Analyse bis Ende 2026, Umsetzung Q1 2027 | Ein Jahr Ruhe vor der Frist; Auditor sieht ein Jahr Praxis bis zur Rezertifizierung |
| Rezertifizierung 2027 oder 2028 | Nach ISO 9001:2026 rezertifizieren (Vorgabe der Akademie) | Neuer Drei-Jahres-Zyklus nach 2026; sonst Frist-Falle: siehe unten |
| Überwachungsaudit 2028, Rezertifizierung 2029 | Umstellung spätestens im Überwachungsaudit 2028 | Wer bis 2029 wartet, konkurriert mit allen anderen um Audittermine – und hat keinen Puffer, wenn Abweichungen offen bleiben |
| Erstzertifizierung ab 2027 | Gleich nach 2026 aufbauen | Akkreditiert nach 2015 nur noch bis 30.03.2028; ab 31.03.2028 nur nach 2026 – die Zertifizierungsstelle nennt, ab wann sie nach 2026 zertifiziert |
Die Frist-Falle: Wer nach dem 16.09.2026 noch nach ISO 9001:2015 rezertifiziert, bekommt ein Zertifikat, das nicht drei Jahre gilt, sondern am Ende der Übergangsfrist verfällt – und muss dann im laufenden Zyklus umstellen, meist mit Zusatzaudit. Beispiel: Rezertifizierung im März 2027 bei einer akkreditierten Stelle, die noch keinen Akkreditierungsentscheid für 2026 hat, also nach 2015 → Zertifikat gilt nur bis 30.09.2029 statt bis 03/2030. Deshalb: Rezertifizierungen ab 2027 erfolgen nach ISO 9001:2026. Läuft das Zertifikat bei einer akkreditierten Stelle ab, bevor sie nach 2026 zertifizieren darf, bleibt nur die Rezertifizierung nach 2015 mit Umstellung im ersten Überwachungsaudit; bei QM-Dienstleistungen Holger Grosser und OnlineCert entsteht dieser Fall nicht.
Parallel: ISO 14001:2026 ist bereits im April 2026 erschienen (Übergang nach Global ACI bis 30.04.2029). Wer beide Normen hat, stellt beide im selben Audit um – die neuen Anforderungen (Klimawandel, Qualitäts- bzw. Umweltkultur, getrennte Risiken und Chancen, Änderungsplanung) sind in beiden gleich aufgebaut.
📄 Zeitplan der Umstellung in drei Varianten nach Auditzyklus, Frist-Falle, Meilensteine mit Vorlauf
Vier Termine für den Kalender: Datum des nächsten Audits · minus 8 Wochen: Umsetzung abgeschlossen · minus 16 Wochen: Delta-Analyse und Maßnahmenplan fertig · heute: Zertifizierungsstelle fragen, ob und wie sie das nächste Audit nach 2026 durchführt (viele brauchen eine schriftliche Anmeldung der Umstellung).
Was bleibt, was ändert sich: die Revision im Überblick – 90 Prozent bleiben
Die 2026er Fassung ist eine Pflegerevision, kein Umbau wie 2015. Die zehn Kapitel bleiben, die prozessorientierte Logik bleibt, der PDCA-Zyklus bleibt, die Begriffe bleiben fast alle. Grundlage ist jetzt die Harmonized Structure (die weiterentwickelte Annex-SL-Grundstruktur, die alle ISO-Managementsystemnormen teilen) – deshalb sehen 9001:2026 und 14001:2026 an denselben Stellen gleich aus.
| Kapitel | Änderung | Aufwand Kleinbetrieb |
|---|---|---|
| 4.1 / 4.2 Kontext, interessierte Parteien | Klimawandel als Thema prüfen (aus Amd 1:2024); Anforderungen interessierter Parteien bestimmen, die durch das QMS adressiert werden; Änderungen bei Parteien überwachen | 1 Zeile Kontexttabelle, 1 Satz je Partei |
| 5.1.1 Führung | Oberste Leitung fördert Qualitätskultur, Integrität und ethisches Verhalten, risiko- und chancenorientiertes Denken | Neuer Absatz Handbuch, Ethik-Check, Protokollzeile Besprechung |
| 6.1 Risiken und Chancen | Getrennt: 6.1.2 Risiken, 6.1.3 Chancen – je eigene Bewertung und Maßnahmen | Chancen-Tabelle neben Risiken-Tabelle |
| 6.2 Qualitätsziele | Messbar „sofern praktikabel“; sonst beurteilbar | Keine Pflicht zur Änderung; Formulierung prüfen |
| 6.3 Änderungsplanung | Sieben statt vier Punkte: zusätzlich Kommunikation, Wirksamkeitsprüfung, Überprüfung nach Umsetzung | Änderungsblatt um drei Zeilen erweitern |
| 7.1.3 / 7.1.4 Infrastruktur, Arbeitsumgebung | Ausdrücklich für Präsenz, Remote und Hybrid; Anmerkung zu 7.1.4: Qualitätskultur und ethisches Verhalten beeinflussen die Arbeitsumgebung (soziale und psychische Faktoren standen schon 2015 in der Anmerkung) | Je ein Satz Handbuch, Homeoffice-Regel |
| 7.1.6 Wissen | Wissen bewahren, anwenden und teilen | Vertretungsregel, Einarbeitung – meist vorhanden |
| 7.3 Bewusstsein | Zusätzlich: Qualitätskultur und ethisches Verhalten | Unterweisung ergänzen (20 Minuten) |
| 7.5 Dokumentierte Information | Einheitlich „als dokumentierte Information verfügbar“ statt „aufrechterhalten / aufbewahren“; Hinweise zu digitalen Medien | Begriff im Handbuch einmal ersetzen |
| 8.2.1 Kommunikation mit dem Kunden | Kunden informieren bei Störungen, Unterbrechungen, Lieferproblemen | Regel im Auftragsprozess (eine Zeile) |
| 9.1.3 / 9.3.2 Bewertung, Managementbewertung | Wirksamkeit der Maßnahmen zu Risiken und Chancen getrennt bewerten; Änderungen der Erwartungen interessierter Parteien als Eingabe | Zwei Kapitelüberschriften in der Managementbewertung |
| 9.2.2 Internes Audit | Auditziele je Audit festlegen | Eine Zeile im Auditplan |
| Anhang A | Erweitert (Erläuterungen zu Kultur, Ethik, Klima, Chancen); Anhang B entfällt | Lesen, nicht umsetzen |
Unverändert: 5.2 Politik (Inhalt), 5.3 Rollen, 7.1.5 Messmittel, 7.2 Kompetenz, 7.4 Kommunikation, 8.1, 8.3 Entwicklung, 8.4 Lieferanten, 8.5 Produktion und Dienstleistung, 8.6 Freigabe, 8.7 Fehler, 9.1.1/9.1.2 Kennzahlen und Kundenzufriedenheit, Kapitel 10 Verbesserung im Inhalt (in der Gliederung ist 10.3 „Fortlaufende Verbesserung“ in 10.1 aufgegangen; es gibt nur noch 10.1 und 10.2). Das sind die Prozesse, mit denen Ihr Betrieb Geld verdient – sie bleiben, wie sie sind.
Aufwand: Ein Kleinbetrieb mit funktionierendem System braucht für Delta-Analyse, Textänderungen und eine Besprechung mit der Leitung einen Arbeitstag; dazu 20 Minuten Unterweisung je Mitarbeiter. Wer das Handbuch neu schreibt, hat die Revision nicht gelesen.
4.1 und 4.2: Klimawandel im Kontext und die Anforderungen interessierter Parteien
4.1 Klimawandel: Seit Februar 2024 (Amendment) steht in jeder ISO-Managementsystemnorm derselbe Satz: Die Organisation muss bestimmen, ob der Klimawandel ein relevantes Thema ist. 2026 ist er fest integriert. Verlangt wird eine begründete Entscheidung – ja oder nein, mit einem Satz warum. Kein Klimaprogramm, keine CO₂-Bilanz, keine Umweltpolitik.
| Betrieb | Entscheidung | Begründung (eine Zeile in der Kontexttabelle) | Folge im QMS |
|---|---|---|---|
| Schreinerei, Metallbau, Elektro | relevant | Holz-/Stahlpreise und Lieferzeiten schwanken klimabedingt; Hitzetage senken Werkstattleistung; Kunden fragen nach Herkunft | Risiko „Materialverfügbarkeit“ in 6.1.2; Arbeitsumgebung Hitze in 7.1.4 |
| IT-Dienstleister, Büro, Beratung | nicht relevant für die Qualität der Leistung | Keine klimabedingten Einflüsse auf Prozesse oder Kundenanforderungen erkennbar; wird jährlich geprüft | Zeile in der Kontexttabelle, jährlich in der Managementbewertung bestätigt |
| Bau, Garten, Logistik | relevant | Wetterextreme verschieben Termine; Auftraggeber fordern Nachhaltigkeitsangaben in Ausschreibungen | Risiko „Terminverzug durch Wetter“ 6.1.2; Chance „Ausschreibungen mit Nachhaltigkeitsbonus“ 6.1.3 |
Beide Antworten sind normkonform. Der Auditor fragt nach der Begründung, nicht nach der Antwort.
4.2 Interessierte Parteien: Neu ist der Dreischritt: (a) Parteien bestimmen, (b) ihre relevanten Anforderungen bestimmen, (c) festlegen, welche dieser Anforderungen das QMS adressiert – und Änderungen überwachen. In der Praxis bekommt die Tabelle der interessierten Parteien eine Spalte „Im QMS adressiert durch“ (Prozess, Dokument) und eine Spalte „Geprüft am“.
Textbaustein Kontexttabelle (Kleinbetrieb, Beispiel Dienstleister):
Klimawandel (4.1): Nach Prüfung in der Besprechung vom [Datum] ist der Klimawandel für die Qualität unserer Leistungen derzeit nicht relevant; es sind keine klimabedingten Einflüsse auf unsere Prozesse oder Kundenanforderungen erkennbar. Die Einschätzung wird jährlich in der Managementbewertung überprüft.
Interessierte Parteien (4.2): Die relevanten Anforderungen und ihre Zuordnung zu Prozessen stehen in der Tabelle „Interessierte Parteien“ (Handbuch Kap. 1). Änderungen werden in der Managementbewertung (Kap. 9.3.2) bewertet.
5.1.1 und 7.3: Qualitätskultur, Integrität und ethisches Verhalten – was die Leitung nachweisen muss
Die auffälligste Neuerung: Die oberste Leitung muss eine Qualitätskultur fördern, einschließlich Integrität und ethischem Verhalten, und risiko- und chancenorientiertes Denken vorleben. Der Anhang A erläutert: Qualitätskultur zeigt sich darin, wie im Betrieb über Qualität gesprochen, mit Fehlern umgegangen und entschieden wird – nicht in einem Dokument.
Was der Auditor prüfbar machen kann (und wonach er fragen wird):
| Thema | Frage des Auditors | Nachweis, den ein Kleinbetrieb meist schon hat |
|---|---|---|
| Umgang mit Fehlern | „Was passiert, wenn ein Mitarbeiter einen Fehler meldet?“ | Fehlersammelliste mit Meldungen aus dem Team; Reklamationsblatt ohne Schuldzuweisung; Protokollzeile „Fehler des Monats“ |
| Ehrlichkeit gegenüber Kunden | „Nehmen wir Ihren letzten Lieferverzug: Wann hat der Kunde es erfahren?“ | Mail an den Kunden vor dem Termin (8.2.1 neu); Änderungsvermerk in der Akte |
| Integrität im Einkauf | „Gibt es Regeln für Geschenke und Einladungen?“ | Ein Absatz im Handbuch oder Arbeitsvertrag; Grenze (z. B. 50 €) |
| Interessenkonflikte | „Wer prüft, wenn der Meister selbst gefertigt hat?“ | Qualifikationsmatrix, Vier-Augen-Regel bei Freigabe |
| Daten und Vertraulichkeit | „Wie schützen Sie Kundendaten – auch im Homeoffice?“ | Datenschutzregel, Verschwiegenheitsvereinbarung |
| Vorbild der Leitung | „Wie erfahren Mitarbeiter, was der Chef unter Qualität versteht?“ | Politik, Besprechungsprotokolle, Aushang, Unterweisung |
| Meldewege | „Wohin kann sich ein Mitarbeiter wenden, wenn er etwas Unrechtes sieht?“ | Benannte Person (GL oder QMB), Satz im Handbuch – kein Hinweisgebersystem nötig unter 50 Beschäftigten |
Der Ethik- und Qualitätskultur-Check (Download) hat zwölf Fragen in vier Gruppen – Fehler, Kunden, Integrität, Vorbild – mit je drei Stufen (gelebt und nachweisbar / gelebt, kein Nachweis / nicht geregelt). Unter 18 von 24 Punkten: Handbuchabsatz und Unterweisung reichen nicht, erst Regeln festlegen.
Textbaustein Handbuch (5.1.1):
Die Geschäftsleitung fördert eine Qualitätskultur, in der Fehler offen gemeldet und als Verbesserungsanlass behandelt werden, Kunden rechtzeitig und ehrlich informiert werden und Integrität im Umgang mit Kunden, Lieferanten und Kollegen gilt. Regeln: keine Schuldzuweisung bei gemeldeten Fehlern; Kundeninformation vor dem Termin bei absehbarem Verzug; Geschenke und Einladungen über [50] € werden der Geschäftsleitung gemeldet; Interessenkonflikte bei Prüfung und Freigabe werden durch die Vier-Augen-Regel vermieden; Ansprechperson für Hinweise ist [Name/Funktion]. Die Geschäftsleitung bespricht diese Punkte jährlich in der Managementbewertung und in der Unterweisung.
7.3 Bewusstsein: Mitarbeiter müssen zusätzlich die Bedeutung von Qualitätskultur und ethischem Verhalten kennen. Praktisch: die jährliche Unterweisung um zehn Minuten erweitern (oder die kostenlose Online-Unterweisung der Akademie nutzen – Teilnahmezertifikat als Nachweis).
Nicht verlangt: Ethik-Kodex als Dokument, Compliance-Beauftragter, Hinweisgebersystem (gesetzlich erst ab 50 Beschäftigten), Schulungszertifikate zu Ethik. Wer das anbietet, verkauft etwas.
6.1: Risiken und Chancen getrennt – 6.1.2 und 6.1.3 mit eigener Bewertung
In 2015 standen Risiken und Chancen in einem Satz, und die meisten Betriebe haben Chancen als Nebenprodukt der Risikotabelle behandelt („Risiko: Lieferant fällt aus – Chance: zweiter Lieferant“). 2026 bekommen Chancen einen eigenen Abschnitt 6.1.3 mit eigener Bewertung und eigenen Maßnahmen, und die Wirksamkeit wird in 9.1.3 und 9.3.2 getrennt bewertet.
| 6.1.2 Risiken | 6.1.3 Chancen | |
|---|---|---|
| Frage | Was kann die Erfüllung von Kundenanforderungen gefährden? | Was kann sie verbessern oder erweitern? |
| Bewertung | Eintrittswahrscheinlichkeit × Auswirkung (wie bisher) | Nutzen × Erreichbarkeit (je 1–3) |
| Maßnahme | vermeiden, mindern, akzeptieren, übertragen | ergreifen, prüfen, zurückstellen |
| Beispiele Kleinbetrieb | Ausfall Schlüsselperson; Preissteigerung Material; IT-Ausfall; Fachkräftemangel | Neue Kundengruppe (Ausschreibungen durch Zertifikat); zweites Produkt; Digitalisierung der Aufmaße; Kooperation mit Nachbarbetrieb |
| Wirksamkeit | Ist das Risiko kleiner geworden? (9.1.3) | Wurde der Nutzen erreicht? (9.1.3) |
Übergang ohne Neuaufbau: Die bestehende Risiken-und-Chancen-Tabelle (Kurs 3) bekommt ein zweites Tabellenblatt „Chancen“ mit den Spalten Chance · Quelle (Kontext, Partei, Ziel) · Nutzen (1–3) · Erreichbarkeit (1–3) · Produkt · Entscheidung (ergreifen / prüfen / zurückstellen) · Maßnahme · Verantwortlich · Termin · Wirksamkeit. Die Chancen, die bisher als Gegenstück zu Risiken standen, werden umgetragen; drei bis sechs Zeilen reichen. Chancen mit Produkt 6 oder 9 werden zu Zielen (6.2) oder Projekten.
Textbaustein Handbuch (6.1):
Risiken (6.1.2) und Chancen (6.1.3) werden getrennt in der Risiken-und-Chancen-Analyse geführt. Risiken werden nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung bewertet (Ampel), Chancen nach Nutzen und Erreichbarkeit; für beide werden Maßnahmen mit Verantwortlichem und Termin festgelegt. Die Wirksamkeit der Maßnahmen wird getrennt in der Managementbewertung bewertet.
6.2 und 6.3: Qualitätsziele „sofern praktikabel“ und die Änderungsplanung mit sieben Punkten
6.2 Qualitätsziele: Ziele müssen messbar sein, „sofern praktikabel“ – andernfalls muss beurteilbar sein, ob sie erreicht wurden. Das ist eine Erleichterung für Dienstleister mit qualitativen Zielen („Beratungsqualität verbessern“), aber keine Einladung zur Unschärfe: Der Auditor fragt dann „Woran erkennen Sie am Jahresende, dass Sie es erreicht haben?“ Wer eine Kennzahl hat, behält sie. Wer keine hat, schreibt ein Kriterium („Rückmeldung der drei größten Kunden im Jahresgespräch mindestens ‚gut‘“).
6.3 Planung von Änderungen: Bisher vier Punkte, jetzt sieben. Die drei neuen stehen fett.
| Nr. | Punkt | Frage im Änderungsblatt |
|---|---|---|
| 1 | Zweck und mögliche Folgen | Warum ändern wir, was kann schiefgehen? |
| 2 | Integrität des QMS | Welche Prozesse, Dokumente, Nachweise sind betroffen? |
| 3 | Ressourcen | Was brauchen wir – Zeit, Geld, Geräte, Schulung? |
| 4 | Verantwortungen und Befugnisse | Wer führt, wer entscheidet, wer prüft? |
| 5 | Kommunikation | Wer muss es wissen – Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, Zertifizierer? |
| 6 | Wirksamkeitsprüfung | Woran erkennen wir, dass die Änderung wirkt – Kriterium, Termin? |
| 7 | Überprüfung nach Umsetzung | Wer schaut wann nach, ob 1 bis 6 eingetreten sind? |
Was eine Änderung nach 6.3 ist (und ein Änderungsblatt braucht): neue Software für Auftragsabwicklung, neuer Standort oder Umzug, Wechsel in einer Schlüsselrolle (Meister, QMB, Buchhaltung), neues Produkt oder neue Leistung, Auslagerung eines Prozesses, Wechsel des Zertifizierers – und die Umstellung auf ISO 9001:2026 selbst. Das erste ausgefüllte Änderungsblatt des Kurses ist deshalb die Umstellung: Zweck (Zertifikat erhalten, Anforderungen 2026), Betroffen (Handbuch Kap. 1, 2, 4, 5, 7; Risikenanalyse; Managementbewertung; Auditplan), Ressourcen (ein Tag QMB, zwei Stunden GL, 20 Minuten je Mitarbeiter), Kommunikation (Team, Zertifizierer), Wirksamkeit (Umstellungsaudit ohne Abweichung zu 2026-Punkten), Überprüfung (Managementbewertung nach dem Audit).
Nicht nach 6.3: Alltagsänderungen – neue Preisliste, neuer Lieferant einer B-Klasse, Urlaubsvertretung, Softwareupdate. Die Grenze: Betrifft es, wie ein Prozess läuft oder wer ihn verantwortet? Dann 6.3.
7.1.3, 7.1.4 und 7.5: Infrastruktur für Hybridarbeit, psychische Faktoren, „dokumentierte Information verfügbar“
7.1.3 Infrastruktur nennt jetzt ausdrücklich, dass die Infrastruktur für Arbeit vor Ort, remote und hybrid bestimmt und bereitgestellt werden muss: Geräte, Verbindungen, Zugriff auf Dokumente und Daten, Datensicherheit. Für einen Handwerksbetrieb ohne Homeoffice ändert sich nichts – er schreibt einen Satz, dass alle Tätigkeiten vor Ort oder auf Baustellen stattfinden und die Infrastruktur dafür in der Wartungsliste steht. Für einen Dienstleister mit Homeoffice heißt es: Wer arbeitet wo mit welchem Gerät, wie kommt er an Handbuch, Vorlagen und Kundendaten, wie werden Daten gesichert (VPN, Cloud mit Zugriffsrechten, Backup).
7.1.4 Arbeitsumgebung nennt in der Anmerkung neben physikalischen Faktoren soziale und psychische Faktoren – das stand schon 2015 so dort; neu ist der Hinweis, dass Qualitätskultur und ethisches Verhalten diese Faktoren beeinflussen. Im Homeoffice heißt das: Belastung, Erreichbarkeit, Isolation, Umgangston. Das deckt sich mit der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung nach § 5 ArbSchG, die jeder Betrieb ohnehin haben muss. Der Nachweis ist dieselbe Gefährdungsbeurteilung plus ein Verweis im Handbuch. Niemand muss ein Betriebsklima messen.
7.5 Dokumentierte Information: Die Unterscheidung „aufrechterhalten“ (Vorgaben) und „aufbewahren“ (Nachweise) ist sprachlich vereinheitlicht: Information muss „als dokumentierte Information verfügbar“ sein. Inhaltlich ändert sich nichts – Vorgabedokumente werden gepflegt, Nachweise aufbewahrt. Neu sind Hinweise zu digitalen Medien: Zugriffsrechte, Versionierung, Backup, Lesbarkeit über die Aufbewahrungsfrist. Wer das Handbuch in der Cloud hat, schreibt drei Sätze dazu.
Textbausteine:
Infrastruktur (7.1.3): Unsere Tätigkeiten finden [vor Ort / vor Ort und auf Baustellen / vor Ort und im Homeoffice] statt. Für Homeoffice stellt der Betrieb Notebook, VPN-Zugang und Zugriff auf [Cloud-Ablage] bereit; die Regeln stehen in der Homeoffice-Vereinbarung. Infrastruktur und Wartung: Wartungsliste.
Arbeitsumgebung (7.1.4): Physikalische, soziale und psychische Faktoren werden in der Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG bewertet (zuletzt [Datum]); Erreichbarkeitsregeln für Homeoffice: [Kernzeit].
Dokumentierte Information (7.5): Vorgabedokumente und Nachweise sind als dokumentierte Information in [Ablage] verfügbar; Zugriff nach Rollen, Versionierung über Stand-Datum im Dateinamen, tägliche Sicherung, Aufbewahrung nach Aufbewahrungsliste (Handbuch Kap. 7).
Hybrid-Check (sechs Fragen) für Dienstleister: Hat jeder Homeoffice-Mitarbeiter ein betriebliches Gerät? · Kommt er an die aktuelle Fassung von Handbuch und Vorlagen? · Sind Kundendaten nur über gesicherten Zugang erreichbar? · Gibt es eine Erreichbarkeitsregel? · Ist die Gefährdungsbeurteilung um Homeoffice ergänzt? · Weiß der Mitarbeiter, an wen er sich bei Überlastung wendet?
8.2.1: Kunden informieren bei Störungen, Unterbrechungen und Lieferproblemen
8.2.1 Kommunikation mit dem Kunden bekommt einen Punkt: Der Betrieb muss festlegen, wie Kunden über Störungen, Unterbrechungen und Probleme bei der Leistungserbringung informiert werden. Das ist die operative Seite der Qualitätskultur aus 5.1.1 – der Auditor wird beides zusammen prüfen: „Nehmen wir Ihren letzten Lieferverzug. Wann hat der Kunde es erfahren – vor oder nach dem Termin?“
Die Regel für den Auftragsprozess (eine Zeile im Prozessblatt, Schritt „Ausführung“):
Sobald absehbar ist, dass ein bestätigter Termin, Umfang oder Preis nicht gehalten werden kann (Materialengpass, Krankheit, Störung), informiert der Auftragsverantwortliche den Kunden vor dem Termin schriftlich (Mail) mit Grund, neuem Termin und Ansprechpartner; der Vermerk kommt in die Auftragsakte (Register 2). Bei Störungen im laufenden Betrieb (IT-Ausfall, Lieferunterbrechung) informiert die Geschäftsleitung betroffene Kunden am selben Tag.
| Störung | Wer informiert | Bis wann | Nachweis |
|---|---|---|---|
| Lieferverzug durch Materialengpass | Auftragsverantwortlicher | Sobald bekannt, spätestens 2 Werktage vor Termin | Mail in Register 2 |
| Monteur krank, Termin platzt | Disposition / GL | Am Morgen des Termins, telefonisch + Mail | Vermerk in der Akte |
| IT-Ausfall beim Dienstleister (Kunden können nicht arbeiten) | GL | Innerhalb einer Stunde: Status, voraussichtliche Dauer; Update alle 2 Stunden | Störungsprotokoll |
| Fehler an ausgeliefertem Produkt entdeckt (eigener Fund) | GL | Am selben Tag, vor Rückfrage des Kunden | Reklamationsblatt mit Vermerk „eigene Meldung“ |
Drei Textbausteine für die Kundenmail: (1) „Wir müssen Sie leider informieren, dass … Grund: … Neuer Termin: … Ihr Ansprechpartner: …“ (2) „Bei der Endprüfung haben wir festgestellt, dass … Wir schlagen vor: …“ (3) „Seit … Uhr ist … gestört. Wir arbeiten an der Behebung; nächste Information um … Uhr.“ – Alle drei stehen in den Textbausteinen (Download 03).
Für den Auditor zählt der Fund in der Akte: eine Mail vor dem Termin ist der Nachweis. Fehlt er, obwohl der Verzug in der Rechnung sichtbar ist, gibt es eine Feststellung zu 8.2.1 und eine Frage zu 5.1.1.
9.1.3, 9.2.2 und 9.3.2: Wirksamkeit getrennt bewerten, Auditziele je Audit, neue Eingaben der Managementbewertung
Drei kleine Änderungen, die zusammen eine Stunde Arbeit sind – wenn Managementbewertung und Auditprogramm nach dem Muster der Reihe aufgebaut sind.
9.1.3 Analyse und Bewertung: Die Wirksamkeit der Maßnahmen zu Risiken und zu Chancen wird getrennt bewertet (Folge von 6.1.2/6.1.3). Praktisch: In der Risiken-und-Chancen-Analyse bekommt jedes Blatt eine Spalte „Wirksamkeit“, und in der Managementbewertung gibt es je einen Absatz.
9.2.2 Auditprogramm: Für jedes interne Audit sind Auditziele festzulegen – nicht nur Kriterien (die Norm) und Umfang (die Prozesse), sondern: Was wollen wir mit diesem Audit herausfinden? Beispiele, die der Auditor gern sieht:
| Auditjahr | Auditziel (eine Zeile im Auditplan) |
|---|---|
| Jahr der Umstellung | Prüfen, ob die 2026-Anforderungen (5.1.1, 6.1.3, 6.3, 7.1.3/7.1.4, 8.2.1, 9.3.2) im System angekommen und nachweisbar sind |
| Jahr nach einer Hauptabweichung | Wirksamkeit der Korrekturmaßnahme zu [Thema] im Alltag bestätigen |
| Jahr mit neuem Mitarbeiter in Schlüsselrolle | Prüfen, ob die Freigaberegel (Qualifikationsmatrix) in der Praxis eingehalten wird |
| Normales Jahr | Stichprobe Auftragsakten der letzten drei Monate auf Vollständigkeit der acht Register |
9.3.2 Eingaben der Managementbewertung: Neu als Eingabe: Änderungen der Bedürfnisse und Erwartungen interessierter Parteien (bisher nur „Änderungen externer und interner Themen“), Wirksamkeit der Maßnahmen zu Risiken und Chancen getrennt, und sinnvoll – wenn auch nicht wörtlich gefordert – ein Absatz zur Qualitätskultur (5.1.1). In der Zehn-Kapitel-Vorlage der Reihe heißt das:
| Kapitel der Vorlage | Änderung |
|---|---|
| Kap. 1 Managementsystem (Kontext) | Überschrift ergänzen: „… und der Erwartungen interessierter Parteien“; eine Zeile je Partei mit Änderung (oder „keine“); Klimawandel-Einschätzung (4.1) jährlich bestätigen |
| Kap. 1 (neuer Absatz) | Qualitätskultur: Fehlermeldungen aus dem Team, Kundeninformationen vor Termin, Hinweise – je eine Zahl und ein Satz |
| Kap. 7 Korrektur- und Verbesserungsmaßnahmen (Stand der Maßnahmen) | unverändert |
| Kap. 9 Risiken und Chancen | In zwei Absätze teilen: 9a Wirksamkeit Risikomaßnahmen, 9b Wirksamkeit Chancenmaßnahmen |
| Kap. 10 Abschließende Bewertung | unverändert; nach dem Umstellungsaudit Absatz „Umstellung – Rückblick“ (6.3 g) |
Der häufigste Fehler: Die Managementbewertung des Umstellungsjahres nach alter Gliederung schreiben und beim Umstellungsaudit sagen „das machen wir nächstes Jahr“. Der Auditor prüft nach 2026 – die Bewertung vor dem Audit muss die neuen Eingaben haben, auch wenn das System erst seit zwei Monaten umgestellt ist.
Schritt 1 – Die Delta-Analyse: Klausel für Klausel gegen das eigene System, in drei Stunden
Die Delta-Analyse ist eine Tabelle mit 14 Zeilen – ein Abschnitt je Zeile – und sechs Spalten. Sie dauert mit Handbuch und Jahresordner auf dem Tisch drei Stunden (QMB, dazu eine Stunde die Geschäftsleitung für 5.1.1 und 4.1).
Bereitlegen: Handbuch mit Kontexttabelle und Tabelle der interessierten Parteien · Risiken-und-Chancen-Analyse · letzte Managementbewertung · Auditprogramm und letzter Auditplan · Unterweisungsnachweis · Prozessblatt Auftragsabwicklung · Gefährdungsbeurteilung · Homeoffice-Regel (falls vorhanden).
Bewertungsregeln je Zeile:
| Bewertung | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| erfüllt (grün) | Anforderung ist schon umgesetzt und nachweisbar – nur Fundstelle eintragen | 4.1 Klimawandel steht seit 2024 in der Kontexttabelle |
| anpassen (gelb) | Inhalt vorhanden, Wortlaut oder Gliederung fehlt | 6.1: Chancen stehen in der Risikotabelle – in eigenes Blatt umtragen |
| neu (rot) | Nichts vorhanden – Regel festlegen, Text schreiben, Nachweis erzeugen | 8.2.1: keine Regel zur Kundeninformation bei Störungen |
Typische Ergebnisse (aus Umstellungsprojekten, Kleinbetriebe mit funktionierendem System):
| Abschnitt | Handwerk / Produktion | Dienstleister / Büro |
|---|---|---|
| 4.1 Klimawandel | meist erfüllt (seit Amd 2024) | meist erfüllt |
| 4.2 Zuordnung Anforderungen → QMS | anpassen (Spalte ergänzen) | anpassen |
| 5.1.1 Qualitätskultur, Ethik | neu – Absatz, Regeln, Ethik-Check | neu |
| 6.1.3 Chancen getrennt | anpassen | anpassen |
| 6.2 „sofern praktikabel“ | erfüllt | erfüllt (Formulierung prüfen) |
| 6.3 sieben Punkte | anpassen (Blatt erweitern) | anpassen |
| 7.1.3 Hybrid | erfüllt (ein Satz) | anpassen bis neu – Homeoffice-Regel |
| 7.1.4 psychische Faktoren | erfüllt über Gefährdungsbeurteilung (Verweis) | erfüllt (Verweis), Homeoffice ergänzen |
| 7.3 Bewusstsein erweitert | anpassen (Unterweisung) | anpassen |
| 7.5 Formulierung | anpassen (ein Begriff) | anpassen |
| 8.2.1 Störungsinformation | neu – Regel im Prozess | neu |
| 9.1.3 getrennt | anpassen | anpassen |
| 9.2.2 Auditziele | neu – Zeile im Auditplan | neu |
| 9.3.2 Eingaben | anpassen (zwei Überschriften) | anpassen |
Die vier Punkte, die fast jeder neu macht: 5.1.1 (Qualitätskultur-Absatz mit Regeln), 8.2.1 (Störungsregel), 9.2.2 (Auditziele), 6.1.3 (Chancen-Blatt). Alles andere ist Wortlaut.
Ergebnis der Delta-Analyse ist die ausgefüllte Checkliste mit Ampel – sie wird als Nachweis der Umstellung in den Jahresordner gelegt (der Auditor fragt im Umstellungsaudit als Erstes danach) und ist zugleich der Maßnahmenplan (Schritt 2).
Schritt 2 – Der Maßnahmenplan: Ampel, Zeitachse, Verantwortliche – und die Umsetzung an einem Tag
Jede gelbe und rote Zeile der Delta-Checkliste wird eine Zeile im Maßnahmenplan: Maßnahme · Verantwortlich · Termin · Status (Ampel) · Nachweis. Rote Zeilen (neu) zuerst, denn sie brauchen eine Entscheidung der Geschäftsleitung (Regeln zu Geschenken, Störungsinformation) – ohne die kann der QMB nicht schreiben.
Der Umstellungstag (QMB, Geschäftsleitung zwei Stunden dabei):
| Zeit | Schritt | Ergebnis |
|---|---|---|
| 08:00–09:00 | Besprechung GL + QMB: Delta-Checkliste durchgehen, Regeln entscheiden (Geschenkegrenze, Ansprechperson Hinweise, Störungsregel, Klimawandel-Einschätzung, Homeoffice) | Protokoll mit Beschlüssen (= Nachweis 5.1.1) |
| 09:00–11:00 | Handbuch: Textbausteine einfügen (Kap. 1 Kontext, Kap. 2 Führung, Kap. 4 Planung, Kap. 5 Ressourcen, Kap. 7 Dokumentation); Begriff 7.5 ersetzen; Standsvermerk neu | Handbuch Stand [Datum], Änderungsliste |
| 11:00–12:00 | Risiken-und-Chancen-Analyse: Chancen-Blatt anlegen, Chancen umtragen, Wirksamkeitsspalten | Analyse Stand [Datum] |
| 13:00–14:00 | Prozessblatt Auftrag: Störungsregel (8.2.1); Änderungsblatt 6.3 auf sieben Punkte; Änderungsblatt „Umstellung“ ausfüllen | Prozessblatt, Änderungsblatt |
| 14:00–15:00 | Managementbewertung-Vorlage: zwei Überschriften, Qualitätskultur-Absatz; Auditplan: Zeile Auditziel; Auditprogramm: Umstellungsjahr markieren | Vorlagen Stand [Datum] |
| 15:00–15:30 | Unterweisung ergänzen (Qualitätskultur, Ethik, Störungsregel) – Folie oder Online-Unterweisung der Akademie verlinken | Unterweisungsunterlage |
| 15:30–16:00 | Übergabeblatt und Änderungsliste schreiben; Zertifizierer informieren (Mail: „Umstellung im Audit am …“) | Übergabeblatt, Mail |
Danach bis zum Audit – Nachweise entstehen lassen (mindestens acht Wochen Vorlauf):
- Unterweisung durchführen, Teilnehmerliste (7.3)
- Erste Kundeninformation vor Termin nach neuer Regel in einer Auftragsakte (8.2.1)
- Erste Fehlermeldung aus dem Team ohne Schuldzuweisung dokumentiert (5.1.1)
- Internes Audit mit Auditziel „2026-Anforderungen“ durchführen (9.2.2) – vor dem Umstellungsaudit
- Managementbewertung nach neuer Gliederung (9.3.2) – vor dem Umstellungsaudit
- Chancen-Blatt mit mindestens einer bewerteten Maßnahme (6.1.3)
Standsvermerk: Jedes geänderte Dokument bekommt den neuen Stand im Dateinamen und in der Fußzeile; das Übergabeblatt listet die Änderungen mit Grund „Umstellung ISO 9001:2026“. Der Auditor sieht auf einen Blick, was sich geändert hat – und muss nicht das ganze Handbuch neu lesen.
Schritt 3 – Das Umstellungsaudit: Ablauf, Zusatzzeit, die zwölf Fragen des Auditors, Zertifikat
Anmeldung: Die meisten Zertifizierungsstellen wollen die Umstellung schriftlich vor dem Audit angemeldet haben (Formular oder Mail), damit sie Zusatzzeit planen und den Auditor für 2026 qualifizieren. Faustregel: drei Monate vor dem Audit anmelden. Manche Stellen bieten eine freiwillige Vorab-Dokumentenprüfung an – für Kleinbetriebe selten nötig.
Ablauf: Das Umstellungsaudit ist das normale Überwachungs- oder Rezertifizierungsaudit mit einem zusätzlichen Block „Umstellung“ (oft ein halber Tag). Der Auditor will zuerst drei Dinge sehen: die Delta-Analyse (Checkliste mit Ampel), die Änderungsliste/das Übergabeblatt und das Beschlussprotokoll der Geschäftsleitung. Danach prüft er die 2026-Punkte an echten Vorgängen – nach der bekannten Methode „Nehmen wir Ihren letzten …“.
| Nr. | Frage des Auditors | Nachweis |
|---|---|---|
| 1 | Wie haben Sie die Umstellung geplant? | Delta-Checkliste, Änderungsblatt 6.3 „Umstellung“ |
| 2 | Ist der Klimawandel für Sie relevant – und warum? | Kontexttabelle Zeile 4.1, Protokoll |
| 3 | Welche Anforderungen interessierter Parteien adressiert Ihr QMS? | Tabelle 4.2 mit Spalte „adressiert durch“ |
| 4 | Wie fördern Sie Qualitätskultur und ethisches Verhalten – zeigen Sie mir ein Beispiel | Handbuch 5.1.1, Beschlussprotokoll, Fehlermeldung aus dem Team, Kundenmail vor Termin |
| 5 | Welche Chance verfolgen Sie derzeit, und wie bewerten Sie sie? | Chancen-Blatt 6.1.3 mit Maßnahme |
| 6 | Nehmen wir Ihre letzte geplante Änderung – wie haben Sie Kommunikation und Wirksamkeit geplant? | Änderungsblatt mit sieben Punkten |
| 7 | Wer arbeitet remote, und wie kommt er an Dokumente und Daten? | Handbuch 7.1.3, Homeoffice-Regel |
| 8 | Wie berücksichtigen Sie psychische Faktoren der Arbeitsumgebung? | Gefährdungsbeurteilung § 5 ArbSchG, Verweis im Handbuch |
| 9 | Wissen Ihre Mitarbeiter, was Qualitätskultur hier bedeutet? (fragt einen Mitarbeiter) | Unterweisung mit Teilnehmerliste; Antwort des Mitarbeiters |
| 10 | Nehmen wir Ihren letzten Lieferverzug – wann hat der Kunde es erfahren? | Mail in der Auftragsakte vor dem Termin |
| 11 | Welches Ziel hatte Ihr letztes internes Audit? | Auditplan mit Zeile „Auditziel“ |
| 12 | Wie haben Sie die Wirksamkeit von Risiko- und Chancenmaßnahmen getrennt bewertet? | Managementbewertung Kap. 9a/9b; Kap. 1 Eingabe „Änderungen Erwartungen interessierter Parteien“ |
Feststellungen zur Umstellung werden wie alle anderen eingestuft: Fehlt eine Regel ganz (kein Chancen-Blatt, keine Störungsregel) → Nebenabweichung, in der Rezertifizierung bei mehreren fehlenden Punkten auch Hauptabweichung. Fehlt nur der Nachweis aus der Praxis, weil das System erst seit sechs Wochen umgestellt ist → meist Hinweis („Wirksamkeit im nächsten Audit prüfen“). Deshalb: acht Wochen Vorlauf, damit mindestens ein echter Vorgang je neuer Regel existiert.
Das Zertifikat wird auf „DIN EN ISO 9001:2026“ umgeschrieben; das Ablaufdatum bleibt (der Zyklus läuft weiter). Erst bei der nächsten Rezertifizierung beginnt ein neuer Drei-Jahres-Zyklus. Prüfen Sie beim Erhalt: Normbezug 2026, Geltungsbereich unverändert, Ablaufdatum wie zuvor.
Erstzertifizierung ab 2027: gleich nach 2026 aufbauen – Stufe 1 prüft dann auch die 2026-Punkte. Wer sein System mit den Kursen der Reihe aufgebaut hat, ergänzt die Textbausteine dieses Kurses und ist fertig.
Kosten der Umstellung und Förderung: Eigenleistung, Begleitung, BAFA bis 31.12.2028
Die Kosten der Umstellung für einen Kleinbetrieb mit funktionierendem System:
| Posten | Betrag (Erfahrungswert, netto) | Hinweis |
|---|---|---|
| Normtext DIN EN ISO 9001:2026 | ca. 150–200 € | Pflicht – der Auditor fragt, ob die aktuelle Norm vorliegt (Pflichtexemplar, kein Kopiertext) |
| Zusatzzeit Zertifizierer im Umstellungsaudit | 0,5 Tag × Tagessatz = ca. 600–900 € | Manche Stellen rechnen keine Zusatzzeit bei Kleinbetrieben – fragen |
| Eigenaufwand | 1 Tag QMB + 2 Std. GL + 20 Min. je Mitarbeiter | Mit diesem Kurs und den Downloads |
| Externe Begleitung (optional) | Festpreis nach Mitarbeiterzahl, siehe unten | Delta-Analyse, Maßnahmenplan, angepasste Dokumente, Vorbereitung Audit |
| Nicht nötig: Neues Handbuch, Schulungen zu „Ethik-Management“, Software | 0 € | Wer das verkauft, hat die Revision nicht gelesen |
Begleitung durch den Kursautor (QM-Dienstleistungen, Stand September 2026, zzgl. USt.): 1–10 Mitarbeiter 800 € · 11–30 Mitarbeiter 1.400 € · über 30 Mitarbeiter 2.200 €; BAFA-Begleitservice (Antrag, Bericht, Verwendungsnachweis) +100 €. Andere Berater liegen erfahrungsgemäß zwischen 1.500 und 4.000 € für Kleinbetriebe – Festpreis mit Leistungsbeschreibung vergleichen.
BAFA-Förderung „unternehmerisches Know-how“: Beratung zur Umstellung ist förderfähig als allgemeine Beratung für Bestandsunternehmen. Fördersatz 50 % der Beratungskosten (alte Bundesländer, max. 3.500 € Bemessungsgrundlage), 80 % in den neuen Bundesländern, der Region Lüneburg und der Region Trier. Bedingungen: Antrag vor Vertragsschluss über das BAFA-Portal, Beratung durch einen beim BAFA gelisteten Berater, Beratungsbericht und Verwendungsnachweis nach Abschluss. Die Richtlinie wurde im Oktober 2026 bis 31.12.2028 verlängert; für Anträge ab 1.1.2027 ändert sich das Verfahren (Portalzugang nur über ELSTER-Konto oder BundID, Erklärungen im Verwendungsnachweis, Umsatzanzeige als Zahlungsnachweis). Fördersätze und Kontingente bleiben. Schritt für Schritt: Kurs „BAFA-Förderung für QM-Beratung“ in der Akademie.
Rechenbeispiel (alte Bundesländer, 12 Mitarbeiter): Begleitung 1.400 € + Begleitservice 100 € = 1.500 € netto; BAFA 50 % = 750 €; Eigenanteil 750 € zzgl. USt. Neue Bundesländer: 80 % = 1.200 €, Eigenanteil 300 €.
Nicht förderfähig: Zertifizierungsgebühren und Auditzeit, Normkauf, Software, Schulungen (anderes Förderprogramm), Beratung durch den eigenen Zertifizierer (Unvereinbarkeit nach 17021-1).
Praxisfall: Nordlicht IT-Service – Delta-Analyse und Textbausteine für einen Hybrid-Dienstleister
Die Nordlicht IT-Service GmbH (erfunden; Ähnlichkeiten mit bestehenden Betrieben sind zufällig) in Flensburg betreut kleine Unternehmen mit IT-Support, Cloud-Einrichtung und Wartungsverträgen. 9 Mitarbeiter: Geschäftsführer (zugleich Vertrieb und QMB), 5 Techniker (leitender Techniker und zwei Teams; davon 4 überwiegend im Homeoffice mit Kundenterminen vor Ort), 1 Hotline, 1 Verwaltung, 1 Auszubildender. Zertifiziert seit 2023, nächstes Überwachungsaudit 12.05.2027, Rezertifizierung 2029.
Ist-Stand (Auszüge, vollständig im Download 10):
| Dokument | Stand | Auffälligkeiten |
|---|---|---|
| Handbuch Kap. 1 Kontext | 2026-01 | Kontexttabelle mit Zeile „Klimawandel: nicht relevant“ (seit 2024), ohne Begründung; Tabelle interessierte Parteien ohne Zuordnung zu Prozessen |
| Handbuch Kap. 2 Führung | 2024-03 | Politik, Rollen; kein Wort zu Kultur, Fehlerumgang, Integrität |
| Risiken-und-Chancen-Analyse | 2026-01 | 11 Risiken mit Ampel; Chancen als Spalte „Gegenchance“ bei 4 Risiken, ohne Bewertung |
| Änderungsblatt | 2023 | Vier Punkte; zuletzt genutzt für Cloud-Umstieg 2025 |
| Handbuch Kap. 5 Ressourcen | 2024-03 | Infrastruktur: Serverraum, Notebooks, Ticketsystem; Homeoffice nicht erwähnt; Arbeitsumgebung: „Bürobedingungen nach ArbStättV“ |
| Gefährdungsbeurteilung | 2025-09 | Psychische Belastung bewertet (Büro), Homeoffice fehlt |
| Unterweisung | 2026-02 | Jährlich: Politik, Ziele, Datenschutz, Ticketprozess; Teilnehmerliste 9/9 |
| Prozessblatt Service | 2025-06 | Ticket → Lösung → Rückmeldung; Eskalation intern; keine Regel zur Kundeninformation bei Ausfällen |
| Auditprogramm / Auditplan 2026 | 2026-03 | Kriterien, Umfang, Auditor; keine Ziele |
| Managementbewertung 2026 | 2026-02 | Zehn Kapitel; Kap. 9 „Risiken und Chancen“ ein Absatz |
| Besonderheit | – | Störung 14.07.2026: Cloud-Dienst 5 Stunden aus; drei Kunden erfuhren es erst durch eigene Anrufe; Reklamation R-2026-04 |
Aufgabe (90 Minuten):
- Füllen Sie die Delta-Checkliste für Nordlicht aus (14 Zeilen: erfüllt / anpassen / neu, Fundstelle, Maßnahme).
- Benennen Sie die roten Punkte und begründen Sie je in einem Satz.
- Schreiben Sie drei Textbausteine für Nordlicht: 5.1.1 (Qualitätskultur mit Regeln, Bezug auf R-2026-04), 8.2.1 (Störungsregel für Cloud-Ausfälle mit Zeiten), 7.1.3/7.1.4 (Homeoffice).
- Formulieren Sie das Auditziel für das interne Audit 2027.
- Legen Sie den Zeitplan bis zum 12.05.2027 fest (Delta-Analyse, Umstellungstag, Unterweisung, internes Audit, Managementbewertung, Anmeldung beim Zertifizierer).
Musterlösung (Download 11) – Kurzfassung: Rot sind 5.1.1, 8.2.1, 9.2.2 und 7.1.3 (Homeoffice fehlt völlig, obwohl vier von neun dort arbeiten); gelb 4.1 (Begründung fehlt), 4.2, 6.1.3, 6.3, 7.1.4, 7.3, 7.5, 9.1.3, 9.3.2; grün 6.2. Die Störung vom 14.07.2026 ist der Schlüssel: Sie liefert den Grund für die Störungsregel (8.2.1), ein Beispiel für den Qualitätskultur-Absatz (5.1.1: „Kunden erfahren Störungen von uns, nicht umgekehrt“), eine Eingabe für die Managementbewertung – und ein Auditziel („Prüfen, ob die Störungsregel bei den Ausfällen seit 01/2027 eingehalten wurde“). Zeitplan: Delta-Analyse bis 15.12.2026, Umstellungstag 19.01.2027, Unterweisung bis 15.02., Anmeldung Zertifizierer 12.02., internes Audit 17.03., Managementbewertung 07.04., Audit 12.05.
Lernpunkt: Die Umstellung ist kein Papierprojekt – bei Nordlicht hat sie eine echte Schwachstelle (Kundeninformation bei Ausfällen) in eine Regel verwandelt, die der Betrieb auch ohne Norm gebraucht hätte. Das ist der Maßstab für jede Zeile der Delta-Checkliste: Was ändert sich für den Kunden?
Nachweise: Die Umstellungsmappe für den Auditor und das Prüfraster Umstellungsreife
Der Auditor im Umstellungsaudit hat wenig Zusatzzeit und eine klare Erwartung: ein Register, in dem alles zur Umstellung liegt. Die Umstellungsmappe (Register 0 oder 6 im Jahresordner):
| Nr. | Dokument | Nachweis für |
|---|---|---|
| 1 | Delta-Checkliste mit Ampel, ausgefüllt, Datum, Kürzel | Planung der Umstellung (6.3), Vollständigkeit |
| 2 | Beschlussprotokoll der Geschäftsleitung (Regeln: Geschenke, Hinweise, Störungen, Klimawandel, Homeoffice) | 5.1.1, 4.1, 8.2.1 |
| 3 | Änderungsblatt „Umstellung ISO 9001:2026“ mit sieben Punkten | 6.3 |
| 4 | Änderungsliste / Übergabeblatt: welche Dokumente, welcher Stand, warum | 7.5 |
| 5 | Geänderte Dokumente (Handbuch, Analyse, Prozessblatt, Vorlagen) mit neuem Stand – oder Verweis auf Ablage | alle |
| 6 | Unterweisungsunterlage und Teilnehmerliste | 7.3 |
| 7 | Anmeldung der Umstellung beim Zertifizierer (Mail/Formular) und Antwort | Verfahren |
| 8 | Erste Praxisnachweise: Kundenmail vor Termin, Fehlermeldung aus dem Team, Chancen-Maßnahme, Auditplan mit Ziel, Managementbewertung neu | Wirksamkeit |
| 9 | Nach dem Audit: Auditbericht, neues Zertifikat (Normbezug 2026 geprüft) | Abschluss |
Prüfraster Umstellungsreife (16 Kriterien, 32 Punkte): Unter 22 Punkten die Umstellung noch nicht beim Zertifizierer anmelden; ab 28 anmelden. Die vier schwersten Kriterien: Beschlussprotokoll der GL vorhanden · mindestens ein Praxisnachweis je neuer Regel · internes Audit mit Auditziel durchgeführt · Managementbewertung nach neuer Gliederung vor dem Audit.
Nach dem Audit bleibt: Punkt 7 des Änderungsblatts – die Überprüfung nach Umsetzung: In der nächsten Managementbewertung ein Absatz „Umstellung ISO 9001:2026 – Rückblick“: Was hat sich bewährt (Störungsregel, Chancen-Blatt), was war Papier, was wird vereinfacht. Das ist zugleich der Nachweis, dass 6.3 g) gelebt wird.
Aufbewahrung: Umstellungsmappe mindestens bis zur nächsten Rezertifizierung nach 2026 (also einen vollen Zyklus); Auditbericht mindestens 3 Jahre, Zertifikat 10 Jahre.
Kalender bis zur Frist: Übergangsfrist bis 30.09.2029 (Global ACI) – wer heute noch 2015-zertifiziert ist, trägt drei Termine ein: Anmeldung beim Zertifizierer (drei Monate vor dem Audit), Umstellungstag (16 Wochen vor dem Audit), Prüfraster (8 Wochen vor dem Audit).
Verfahren im eigenen Haus
Dieses Modul füllt Ihr Unternehmen aus. Der allgemeine Teil der Schulung endet hier; was folgt, kennt nur Ihr Betrieb:
| Punkt | Was festgehalten wird |
|---|---|
| Ansprechpartner | Wer ist QM-Beauftragter bzw. Ansprechpartner für QM-Fragen? Wer vertritt ihn? |
| Dokumente und Vorlagen | Wo liegen Handbuch, Prozessblätter und die Vorlagen, die zu diesem Thema benutzt werden (Ordner, Cloud, Papier)? |
| Nachweise | Wo werden die Nachweise zu diesem Thema abgelegt, und wie lange werden sie aufbewahrt? |
| Freigabe | Wer gibt Dokumente, Änderungen und Entscheidungen zu diesem Thema frei? |
| Termine | Welche festen Termine gelten (internes Audit, Managementbewertung, externes Audit)? |
Betriebe mit Firmenkonto der Akademie erhalten dieses Modul mit ihren eigenen Angaben; die Teilnehmer sehen dann Namen, Termine und Ablageorte ihres Unternehmens. Ohne Anpassung gilt: Fragen Sie Ihre Geschäftsführung oder Ihren QM-Beauftragten, wo diese Angaben in Ihrem Betrieb festgelegt sind – in der Regel im QM-Handbuch.
Abschlusstest
47 Fragen, je eine richtige Antwort. Zum Bestehen brauchen Sie 38 richtige (80 %). Die Auswertung erfolgt auf dem Server — hier auf der Seite steht keine Lösung.
Ihr Ergebnis
Zertifikat auf LinkedIn
Wie hilfreich war dieser Kurs?
Kolleginnen und Kollegen auch unterweisen?
Schicken Sie den Kurslink weiter – kostenlos, ohne Anmeldung. Mit Firmencode landen alle Nachweise im selben Firmenkonto.
Wie es weitergeht
Umstellung begleiten lassen: Festpreis nach Mitarbeiterzahl: 1–10 MA 800 €, 11–30 MA 1.400 €, über 30 MA 2.200 € (zzgl. USt.) – Delta-Analyse, Maßnahmenplan, angepasste Dokumente, Vorbereitung auf das Umstellungsaudit; BAFA-Begleitung möglich.
Mitarbeiter unterweisen: Online-Unterweisung „ISO 9001:2026“ der Akademie – 20 Minuten, sieben Module, Teilnahmezertifikat – als Nachweis für 7.3 (Bewusstsein für Qualitätskultur und ethisches Verhalten).
Ethik- und Qualitätskultur-Check: Kostenloser Umstellungs-Check (7 Fragen) und Ethik-Check auf qm-guru.de als Einstieg in die Delta-Analyse.
Weitere kostenlose Unterweisungen finden Sie in der Online Akademie. Fragen zur Umsetzung im eigenen Betrieb beantworten wir über das Kontaktformular.
Fachliche Rückfragen zu dieser Unterweisung: Holger.grosser@iso9001.info · Telefon 0911-49522541. Eine Online-Unterweisung erfüllt die Unterweisungspflicht nur, wenn Rückfragen an eine unterweisende Person möglich sind.