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Prozesslandkarte nach ISO 9001 erstellen

KURZ GESAGT

Die Prozesslandkarte zeigt auf einer Seite alle Prozesse Ihres Unternehmens in drei Ebenen: Führungsprozesse (oben), Kernprozesse (Mitte – von der Anfrage bis zur Auslieferung) und unterstützende Prozesse (unten). Die ISO 9001 fordert sie nicht wörtlich, aber sie ist der einfachste Nachweis für Kapitel 4.4 – und das Erste, was jeder Auditor sehen will.

Holger Grosser, ISO-9001-Berater seit 1994
GEPRÜFT08·26H. Grosser
Stand 20.08.2026 · Von Holger Grosser, QM-Berater seit 1994 · über 1.000 begleitete Zertifizierungsaudits · Quelle: ISO 9001:2015, Kap. 4.4 + Beratungspraxis

AUFBAU · KAP. 4.4Die drei Ebenen

Führungsprozesse: Strategie, Ziele, Managementbewertung. Kernprozesse: die Wertschöpfung entlang des Kundenauftrags – Anfrage → Angebot → Auftragsabwicklung → Auslieferung → Rechnung. Unterstützende Prozesse: Personal, Einkauf, IT, Instandhaltung. Pfeile zeigen die Wechselwirkungen – mehr braucht die Landkarte nicht.

Auch für Zertifizierer-Anfragen reicht genau diese grobe Übersicht: Kernprozesse, Managementprozesse, Unterstützungsprozesse – ohne Details.

DETAILTIEFESo wenig wie möglich, so viel wie nötig

Die Landkarte bleibt grob (eine Seite). Nur die Kernprozesse bekommen bei Bedarf eine Detaildarstellung – als einfaches Flussdiagramm oder Swimlane mit Verantwortlichen. Unterstützende Prozesse dürfen bewusst allgemein bleiben; das akzeptiert jeder Auditor. Detailregeln gehören in Verfahrens- und Arbeitsanweisungen, nicht in die Landkarte.

BRANCHENDienstleister vs. Produktion

Auch reine Dienstleistungsunternehmen brauchen eine Prozesslandkarte – die Kernprozesse heißen dann z. B. Kundengewinnung, Leistungserbringung, Abrechnung. Die Struktur ist identisch, nur die Inhalte unterscheiden sich. In 30 Minuten steht die erste Version: Kernprozesse entlang des Kundenauftrags notieren, Führung oben, Unterstützung unten ergänzen, im Team verfeinern.

O-TON · AUS ÜBER 1.000 AUDITSAus der Beratungspraxis

So klingen die Fragen echter Kunden – und die Antworten, die sich im Audit bewährt haben:

„Der Zertifizierer will eine Prozesslandkarte für die Antragsprüfung – was brauchen die?"

„Nur die grobe Übersicht, ohne Details: Kernprozesse (Wertschöpfung), Managementprozesse, Unterstützungsprozesse. Das reicht denen für die Antragsprüfung völlig."

Produktionsbetrieb

SCHNELLE ANTWORTENHäufige Fragen

Ist eine Prozesslandkarte nach ISO 9001 Pflicht?

Wörtlich nicht – aber Kap. 4.4 verlangt, Prozesse und ihre Wechselwirkungen zu bestimmen. Die Landkarte ist dafür der einfachste und anerkannteste Nachweis.

Welche Prozesse gehören in die Prozesslandkarte?

Führungsprozesse, Kernprozesse (Wertschöpfung) und unterstützende Prozesse – auf einer Seite, mit Pfeilen für die Wechselwirkungen.

Wie erstelle ich eine Prozesslandkarte am schnellsten?

Kernprozesse entlang des Kundenauftrags aufschreiben (Anfrage → Angebot → Auftrag → Lieferung), Führung oben, Unterstützung unten ergänzen – fertig ist die erste Version.

Wie detailliert müssen die Prozesse dargestellt werden?

Die Landkarte bleibt grob. Nur Kernprozesse bekommen bei Bedarf ein einfaches Flussdiagramm; unterstützende Prozesse dürfen allgemein bleiben.

Brauchen Dienstleister auch eine Prozesslandkarte?

Ja – mit denselben drei Ebenen. Die Kernprozesse heißen dann z. B. Kundengewinnung, Leistungserbringung, Abrechnung.

Wir erstellen Ihre Prozesslandkarte aus Ihren gelebten Abläufen – Muster und 40 Beispiel-Handbücher gratis im Download-Bereich.

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Holger Grosser, ISO-9001-Berater seit 1994

Holger Grosser berät seit 1994 Unternehmen zur ISO 9001 und hat über 1.000 Zertifizierungsaudits begleitet – jedes davon im ersten Anlauf bestanden. Sein Grundsatz: so wenig Dokumentation wie möglich, so viel wie nötig. Mehr über den Autor